Flexible Fertigungsautomatisierung Von der MES-Diktatur zur Shopfloor-Demokratie

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Die zunehmende Vernetzung und wachsende Bedeutung von Daten stellen traditionelle Hierarchien in der Fertigungsautomatisierung infrage. Auf dem ESE Kongress 2026 zeigt Dr. René Graf, Experte für Echtzeitsysteme und Automation, wie sich neue Technologien und Kommunikationskonzepte in bestehende Produktionsstrukturen integrieren lassen und welche Vorteile sich daraus ergeben.

Starre Hierarchien stoßen in der vernetzten, variantenreichen Fertigung zunehmend an ihre Grenzen. Auf dem ESE Kongress 2026 zeigt Dr. René Graf, wie neue Kommunikationskonzepte und eine flexiblere Aufgabenverteilung die Skalierbarkeit und Fehlerresilienz automatisierter Produktionssysteme verbessern können.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Starre Hierarchien stoßen in der vernetzten, variantenreichen Fertigung zunehmend an ihre Grenzen. Auf dem ESE Kongress 2026 zeigt Dr. René Graf, wie neue Kommunikationskonzepte und eine flexiblere Aufgabenverteilung die Skalierbarkeit und Fehlerresilienz automatisierter Produktionssysteme verbessern können.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Die Automatisierung in der Fertigung hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Durch das Internet of Things (IoT) und die zunehmende Vernetzung einzelner Geräte gewinnen neue Formen der Kommunikation und Aufgabenverteilung an Bedeutung. Gleichzeitig spielen Daten eine immer wichtigere Rolle, die innerhalb der bisherigen hierarchischen Strukturen häufig nur eingeschränkt zugänglich waren.

Doch nicht jede Produktionsumgebung profitiert gleichermaßen von einer Abkehr von etablierten Hierarchien. „Mikromanagement in der Automatisierung ist per se nicht unbedingt der falsche Ansatz“, erklärt Dr. René Graf, Experte für Echtzeitsysteme und Automation. Gerade für eine streng durchgetaktete Fertigung mit geringer Produktvarianz seien entsprechende Strukturen nach wie vor gut geeignet.

Anders sieht es bei flexiblen Produktionsumgebungen mit hoher Variantenvielfalt aus. Hier können starre Hierarchien zum Hindernis werden, da die Umstellung auf ein anderes Produkt sämtliche Ebenen betrifft. Auch lokale Optimierungen lassen sich aufgrund der zahlreichen Abhängigkeiten häufig nicht vollständig umsetzen.

In seinem englischsprachigen Vortrag „From MES Dictatorship Towards Shopfloor Democracy“ auf dem ESE Kongress 2026 beschäftigt sich Graf deshalb mit alternativen Organisations- und Kommunikationskonzepten. Dabei geht es keineswegs darum, bewährte Strukturen vollständig über Bord zu werfen. Vielmehr zeigt der mehrfach ausgezeichnete Best Speaker des ESE Kongress, wie sich neue Technologien und Paradigmen sinnvoll in bestehende Systeme einbinden lassen.

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Das Programm des ESE Kongress umfasst 96 Vorträge, 21 Seminare und 3 Keynotes. Seien Sie dabei, wenn sich die Embedded-Software-Community trifft, und nutzen Sie Diskussionen und Expertengespräche für einen ergiebigen Wissenstransfer und erfolgreiches Networken. Während der vier Kongresstage erwartet Sie zudem eine große Fachausstellung mit den führenden Firmen der Branche. Erfahren Sie alles über die neuesten Trends, Herausforderungen und Lösungen im Embedded Software Engineering, von KI, Safety und Security bis hin zu Management und Innovation.

Ausgehend von einer Betrachtung der bisherigen Automatisierungsstrukturen und ihrer Abhängigkeiten erläutert Graf, wie insbesondere etablierte Kommunikationsparadigmen aufgebrochen werden können. Eine veränderte Aufgabenverteilung verspricht dabei vor allem Vorteile hinsichtlich Skalierbarkeit und Fehlerresilienz.

Auch für Embedded-Entwickler ist diese Entwicklung von Bedeutung. Schließlich enthalten Maschinen immer mehr Embedded-Software und müssen sich zunehmend in flexible Produktionsumgebungen integrieren lassen. Damit wachsen auch die Anforderungen an ihre interne Softwarearchitektur, die offen für neue Paradigmen sein muss.(sg)

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