Creators Update wird ausgerollt

Windows 10, dritte Instanz

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Oberflächliches beim Creators Update

Neben diesen neuen Elementen bringt das Update noch eine Vielzahl von Veränderungen und kleinen Verbesserungen auf und unter der Oberfläche. So können im Startmenü Gruppen von Kacheln erstellt werden, die erst per Klick ausklappen, ähnlich wie schon bei Windows-10-Mobile. Das soll für eine übersichtlichere Darstellung sorgen. Die App-Liste links neben den Kacheln kann ausgeblendet werden. Dann erfolgt der Wechsel zwischen Kacheln und App-Liste ähnlich wie im Tablet-Modus über zwei Schaltflächen am linken Rand des Startmenüs.

In den Anzeige-Einstellungen ist ein Nachtmodus integriert, den man von einigen Monitoren, Tablets und eBook-Readern kennt. Er vermindert auf Wunsch in den Abendstunden den Anteil des blauen Lichts beim Monitorbild, das zu Schlafstörungen führen kann.

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Detailverbesserungen gibt es beim klarer aufgebauten Action-Menü und bei den Einstellungen, die noch mehr Funktionen der „alten“ Systemsteuerung übernehmen. Apps haben einen eigenen Startpunkt in den Einstellungen, ebenso alle Funktionen rund um Spiele. Windows-Themes, also Kombinationen aus Hintergrundbildern mit Farbeinstellungen und Sounds gibt es jetzt über den Microsoft-Store.

In den App-Settings kann Windows 10 nun so konfiguriert werden, dass nur über den Store installierte Apps und Win32-Programme ausgeführt werden. Das ist als ­Sicherheitsoption zu sehen. Allerdings ­arbeitet Microsoft wohl auch an einer Windows-10-Version, bei der das grundsätzlich der Fall ist. Sie könnte als Gratis-Version für besonders günstige Rechner als Konkurrenz zu Googles Chrome-OS gedacht sein. Wer Software aus anderen Quellen installieren will, muss auf die Home- oder Pro-Version upgraden.

Mit dem Windows-10-Webbrowser Edge hat Microsoft eher einen Fehlstart hingelegt. Er bot wenig Funktionen, keine Erweiterungen und war nicht gerade stabil. Im Creators Update will Microsoft diese Scharten endgültig auswetzen. Eine Unterstützung für Erweiterungen hat Edge schon mit dem Anniversary Update erhalten.

Nun kommen noch eine verbesserte Tab-Vorschau und die Möglichkeit hinzu, Tabs oder Gruppen von Tabs zu speichern. Zudem kann der Browser nicht nur PDF- sondern auch ePub-Dateien anzeigen, wenn diese nicht durch DRM geschützt sind. Die Stift- und die Teilen-Funktion wurden in der ­Bedienung verbessert. Flash-Inhalte werden nur noch nach Bestätigung eines Dialogs ausgeführt.

Status und Einstellungen von Sicherheitsfunktionen wie Virenschutz, Firewall, der Browserschutz Smartscreen oder Jugendschutz-Optionen sind nun übersichtlich im Windows Defender Security Center ­zusammengefasst.

Microsofts digitale Assistentin Cortana stellt sich nun bereits bei der Windows-Installation vor und führt durch die einzelnen Schritte. Auch eine Sprachsteuerung ist hier möglich. Damit will Microsoft die User wohl frühzeitig mit Cortana vertraut machen um deren Nutzungshäufigkeit zu erhöhen.

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 Klaus Länger

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Redakteur