Umstieg auf Linux Kernel 6.18 LTS Wartungsupdate für Raspberry Pi OS 6.2

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Die Raspberry Pi Foundation hat ein Update zum im April 2026 veröffentlichten Raspberry Pi OS 6.2 ausgegeben. Das Update fällt eher klein aus und konzentriert sich auf Versionspflege, aktualisierte Komponenten und Fehlerkorrekturen.

Im Vergleich zum April-Release weist das jüngste Wartungs-Update von Rasperry Pi OS nur einoge Ergänzungen und Fehlerkorrekturen auf. Am Bedeutendsten sind der Umstieg auf den Linux-LTS-Kernel 6.18.3 sowie einer bessere, einheitlichere Unterstürtzung für Touchscreens.(Bild:  Raspberry PI)
Im Vergleich zum April-Release weist das jüngste Wartungs-Update von Rasperry Pi OS nur einoge Ergänzungen und Fehlerkorrekturen auf. Am Bedeutendsten sind der Umstieg auf den Linux-LTS-Kernel 6.18.3 sowie einer bessere, einheitlichere Unterstürtzung für Touchscreens.
(Bild: Raspberry PI)

Die wichtigste technische Änderung ist der offizielle Wechsel auf den Linux-Kernel 6.18.3 aus der LTS-Reihe. Die neue Kernel-Basis soll unter anderem von Optimierungen für ARM-Systeme, einer besseren Reaktionsfreude des Systems und Verbesserungen bei der Netzwerkleistung profitieren. Auch die Firmware wurde mit der neuen Ausgabe aktualisiert.

Aktualisierte Oberfläche und mehr Feinschliff

Auf dem Desktop bringt das Update ebenfalls mehrere sichtbare Änderungen mit. Der Wayland-Window-Manager labwc liegt nun in Version 0.9.7 vor. Für Touchscreens gibt es neue Standard-Zuordnungen, außerdem wurden polnische Übersetzungen ergänzt.

Auch an der Optik haben die Entwickler gearbeitet. Verschiedene Anwendungen erhalten neue Toolbar-Icons, die App „Recommended Software“ bekommt ein überarbeitetes Symbol, und das Panel kann größere Icon-Größen verwenden. Damit wirkt die Oberfläche an mehreren Stellen etwas aufgeräumter und flexibler.

Unter der Haube setzt Raspberry Pi OS nun DBus ein, um zu verhindern, dass bestimmte Anwendungen mehrfach gleichzeitig gestartet werden. Das Modul python3-flask wurde aus der Standardausstattung entfernt. Zudem haben die Entwickler Code in Plug-ins des Control Centre bereinigt.

Fehlerkorrekturen und einfache Aktualisierung

Darüber hinaus haben die Entwickler noch einige kleinere Fehler behoben, die noch in OS-Version 6.2 zu finden waren. PiClone erhält einen fehlenden Handler zum Schließen der Anwendung, das Drucker-Plug-in soll beim Beenden nicht mehr hängen bleiben, und die Lautstärkesteuerung wählt Audio-Eingabegeräte zuverlässiger aus. Auch ein Problem mit der Tastaturbedienung im Hauptmenü ist korrigiert: Die obersten Einträge lassen sich nun wieder korrekt aktivieren. Wer sein System regelmäßig per Paketverwaltung aktualisiert, sollte die Änderungen bereits erhalten haben; eine Neuinstallation ist nicht nötig.

Das aktuelle Update stellt damit ein letztlich kleinere Verfeinerung des großen Update-Sprungs dar, den das Raspberry-Pi-Betriebssystem vergangenen April gemacht hatte. Version 6.2 führte in erster Linie eine Reihe von Security-Upgrades ein. Wichtigste Änderung war das standardmäßige Abschalten von passwortlosem sudo, wodurch administrative Befehle nun eine Passworteingabe verlangen. Außerdem ersetzte ein neuer „Main Menu“-Bereich im Control Centre den bisherigen Alacarte-Menüeditor, Launcher-Icons lassen sich per Drag and Drop neu anordnen, PulseAudio wurde entfernt, und mehrere Fehler in Dateimanager, Greeter, Touchscreen-Konfiguration und Bedienoberfläche wurden behoben.

Die aktuellste Version von Raspberry Pi OS auf Basis des Debain-Linux-Kernels 6.18.3 steht zum Download auf der offiziellen Raspberry-Pi-Website zur Verfügung.(sg)

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