Datendiebstahl Github meldet Angriff auf 3800 interne Repositorien

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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GitHub hat einen Angriff auf interne Repositories bestätigt. Demnach soll es Angreifern gelungen sein, über eine Visual Studio Extension auf etwa 3800 Repositorien zuzugreifen und daraus daten abzuziehen.

Hackern ist es gelungen, auf fast 4000 interne GitHub-Repositories zuzugreifen und sensible Daten abzuziehen. Die Täter sollen dieselbe Gruppe sein, die sich auch für den Shai-Hulud-Wurm verantwortlich zeigte, der sich Ende 2025 über das npm-Paketverwaltungssystem verbreitete.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Hackern ist es gelungen, auf fast 4000 interne GitHub-Repositories zuzugreifen und sensible Daten abzuziehen. Die Täter sollen dieselbe Gruppe sein, die sich auch für den Shai-Hulud-Wurm verantwortlich zeigte, der sich Ende 2025 über das npm-Paketverwaltungssystem verbreitete.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

GitHub hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, bei dem Angreifer Daten aus rund 3.800 internen Code-Repositories entwendet haben sollen. Die Plattform, die zu Microsoft gehört, erklärte, der Vorfall werde weiterhin untersucht.

Nach Angaben von GitHub gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass Kundendaten außerhalb der internen Repositories betroffen sind. Dazu zählen etwa Repositories, Organisationen und Unternehmensbereiche von Kunden. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, will GitHub betroffene Nutzer über die üblichen Kanäle informieren.

Als mutmaßliches Einfallstor nennt GitHub ein kompromittiertes Gerät eines Mitarbeiters. Darauf soll eine manipulierte Erweiterung für Visual Studio Code installiert gewesen sein. Das betroffene Gerät wurde nach Unternehmensangaben isoliert, zugleich seien Incident-Response-Maßnahmen eingeleitet worden.

Schadcode in Entwicklerwerkzeugen

Welche Visual-Studio-Code-Erweiterung konkret kompromittiert war, hat GitHub bislang nicht öffentlich genannt. Auch zu möglichen Forderungen der Angreifer äußerte sich das Unternehmen zunächst nicht.

Medienberichten zufolge reklamiert die Gruppe TeamPCP den Angriff für sich. Die Gruppe soll die erbeuteten Daten in einem Cybercrime-Forum zum Verkauf anbieten. Dort ist von etwa 4.000 Repositories die Rede, was in der Größenordnung zu den von GitHub genannten rund 3.800 internen Repositories passt. TeamPCP soll auch für den Shai-Hulud-Wurm verantwortlich sein, der Ende 2025 das Paketverwaltungssystem npm infizierte und hunderte darüber verbreitete Softwarepakete komprommitierte.(sg)

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