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Änderungsbasiertes Anforderungsmanagement

| Autor / Redakteur: Antonio Jesus de Loureiro* / Martina Hafner

Bild 2: Konzepte Base / Tentative View und Change Sets
Bild 2: Konzepte Base / Tentative View und Change Sets (Bild: agosense)

Die Software- bzw. Systementwicklung ohne methodischen Ansatz ist kaum noch vorstellbar. Tools und Plattformen für Application Lifecycle Management (ALM) helfen hier, indem Abhängigkeiten zwischen Entwicklungsartefakten oder -aktivitäten visuell dargestellt werden können.

Aber reicht das aus? Blickt man etwas genauer in Entwicklungsorganisationen, stellt man fest, dass Produkte selten auf der „grünen Wiese“ entstehen. In vielen Fällen werden bestehende Produkte weiterentwickelt, verbessert oder dienen als Vorlage für weitere Produktvarianten. So gesehen ist also ein Großteil der Entwicklungsaktivitäten durch Veränderung an Bestehendem gekennzeichnet.

Und Änderungen beziehungsweise deren Management beginnen nicht erst bei der Implementierung oder in der Produktionsphase, sondern wesentlich früher im Produktentstehungsprozess – zum Beispiel beim Anforderungsmanagement. Effizientes Arbeiten erfordert dabei die Wiederverwendung und Änderung bereits bestehender Artefakte oder Dokumente und eine optimale Unterstützung für diese Methodiken durch die verwendeten ALM-Werkzeuge im Rahmen des Entwicklungsprozesses. Dieser Ansatz ist seit langer Zeit bekannt und im Bereich der Versions- bzw. Quellcodeverwaltung mit Begriffen wie Checkpoints, Baselines, Varianten, Versionen, Änderungslisten und dergleichen bereits etabliert.

Doch warum sollte es nicht möglich sein, diese Möglichkeiten für die Praxis des Anforderungsmanagements verfügbar zu machen? Denn die Herausforderungen und Fragen sind nahezu identisch. Wie können Baselines oder Varianten für die Planung von Anforderungen verwendet werden?

Oder wie können geplante Änderungen an einer Spezifikation für eine neue Produktiteration explizit extrahiert und auf ein bestehendes Anforderungsdokument angewendet werden? Wie kann schnell und unkompliziert dargestellt werden, welche Aufgabe bzw. welcher Änderungsantrag einer konkreten Änderung an einer Spezifikation zugrunde liegt? Seither war es mühsam und nur mit erheblichen manuellem Aufwand möglich, einen kontrollierten und vor allem tiefgreifenden Änderungsprozess in der Domäne des Anforderungsmanagements zu etablieren.

In den meisten Fällen ist die Integration zwischen Anforderungs- und Änderungsmanagement beschränkt auf die einfache Verlinkung zwischen Anforderungen und Änderungsanträgen. Diese Verknüpfungen werden in der Regel manuell erstellt und haben eigentlich keinen verbindlichen oder nachweisenden Charakter. Denn wie soll dadurch sichergestellt werden, dass Anforderungen ohne Auftrag nicht geändert werden können oder ob die tatsächlich gemachten Änderungen mit den geplanten wirklich übereinstimmen?

Das ändert sich mit agosense requirements. Der methodische Ansatz dieses Werkzeuges erlaubt es, jede Änderung an einem Dokument/einer Anforderung aufzuzeichnen und darüber hinaus durchzusetzen, dass ein Dokument nur in Verbindung mit einer zugeordneten Aufgabe oder einem Änderungsantrag editiert werden kann.

In regulierten Industriezweigen ist es zwingend erforderlich jeden einzelnen Entwicklungsschritt zu erfassen, um zu jedem späteren Zeitpunkt die Entwicklungstätigkeiten exakt reproduzieren zu können. Um dies zu ermöglichen, werden Weiterentwicklungen und Änderungen erfasst, geplant und an die zuständigen Personen bzw. Gruppen verteilt. Später werden diese Entwicklungsschritte geprüft und im Rahmen des vorgegebenen Prozesses freigegeben. (siehe Bild 1 aus der Bildergalerie)

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