Requirements

Änderungsbasiertes Anforderungsmanagement

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Um diesen Vorgang so effizient wie möglich zu gestalten und vor allem sicherzustellen, dass die durchgeführten Änderungen auch tatsächlich der Planung entsprechen, werden bei agosense requirements sämtliche granularen Änderungen am Dokument (hier: „Sheet“) erfasst.

Dazu wird vom System zu jeder Aufgabe bzw. jedem Änderungsantrag ein so genanntes „Change Set“ erstellt, in welchem automatisch die Bearbeitungen am Dokument feingranular aufgezeichnet werden - ähnlich wie das bereits bei Software-Versionsverwaltungstools praktiziert wird.

Bildergalerie

Die mit den Change Sets verlinkten Änderungsanträge oder Aufgaben stammen dabei in der Regel aus bereits vorhandenen Change Management Systemen (zum Beispiel IBM RTC, Atlassian Jira und dergleichen), welche mit Hilfe der von agosense bereitgestellten Schnittstellentechnologien direkt mit agosense requirements integriert werden. Diese Integration ermöglicht unter anderem, dass die zugeordneten Planungsartefakte aus dem Change Management in agosense requirements direkt für den Benutzer auswählbar sind. Selbstverständlich können dabei auch Informationen über Änderungen, Change Sets, Freigaben und vieles mehr an das Change Management System zurückübertragen werden.

Change Sets stellen also eine isolierte Menge Änderungen an einem Dokument dar, die einer Aufgabe oder einem Änderungsantrag, usw. zugeordnet sind. Sie können dann in Folge, zum Beispiel über einen geregelten Freigabe-Prozess in das Dokument einfließen. Damit wird sichergestellt, dass eine Dokumentenversion genau der Planung entspricht und die Änderungen jederzeit bis auf Zeichenebene nachvollzogen werden können. (siehe Bild 2 aus der Bildergalerie)

In agosense requirements wird die aktuelle, freigegebene Version eines Dokuments als „Base“ bezeichnet. Soll diese (oder auch eine ältere Version eines Dokuments – dann in einem Branch) bearbeitet werden, wählt der Anwender einfach eine ihm zugeordnete Aufgabe aus und beginnt mit dem Editieren. Dabei wird aus der Base-Version automatisch eine so genannte „Tentative“ Version des Dokuments generiert, welche als Arbeitskopie für die Bearbeitung dient.

Ab diesem Zeitpunkt werden damit auch alle Änderungen an der Dokumentversion automatisch im Change Set aufgezeichnet. Nachdem die Arbeit durchgeführt ist, kann der Anwender seine Change Sets – je nach gewünschtem Prozess – zur Überprüfung vorlegen bzw. direkt dem Dokument hinzufügen. Bei diesem Vorgang werden die Änderungen auf die Base Version als offiziell gültig übertragen („Apply“). Gleichzeitig erfolgt dann auch ein entsprechender Statuswechsel der anhängigen Aufgaben oder Änderungsanträge im jeweiligen verknüpften System.

Je nach Reifegrad oder Formalität der vorgegebenen Arbeitsprozesse, werden die Spezifikationen einem Review-Prozess unterzogen, bevor diese tatsächlich für die Implementierung freigegeben werden. Das bedeutet für unser Beispiel hier, dass für jeden Änderungsantrag das jeweilige Change Set den Review durchläuft. Dem Reviewer werden detaillierte Informationen über die konkreten Änderungen in einer integrierten Diff-Ansicht dargestellt.

In dieser Ansicht können natürlich auch Anmerkungen erstellt werden und Korrekturen bzw. Nacharbeiten eingefordert werden, bevor dann ein Change Set freigegeben wird. Nachdem alle Change Sets für eine bestimmte Freigabestufe akzeptiert sind, kann dann z. B. eine Baseline für das Dokument erzeugt werden, welche dann die freigegebene Version darstellt.

Auch hier ist es so, dass der Freigabeprozess auch über das angebunden Change Management gesteuert werden kann. So kann der Reviewer zum Beispiel über einen Hyperlink im Änderungsantrag direkt auf die Change Set Ansicht in agosense requirements gelangen – je nachdem welche Arbeitsweise beim Anwender bevorzugt wird.

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