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Requirements

Änderungsbasiertes Anforderungsmanagement

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Wie zuvor beschrieben sind Branches zentrale Funktionen, wenn es darum geht, Produktvarianten zu definieren bzw. Ableitungen von bestehenden Produktdefinitionen zu erstellen. So besteht die Notwendigkeit diese Funktionen im Anforderungsmanagement als integralen Bestandteil verfügbar zu haben. Die wenigsten Werkzeuge am Markt bieten ein echtes Branching, und wenn, dann oft nur per Add-on’s und arbeiten dann meist mit aufwändigen Kopiermechanismen, welche im Hintergrund die Datenablage unnötig aufblähen und die Applikation im Laufe der Zeit verlangsamen.

agosense requirements bietet eine native Unterstützung für echtes Branching. Dabei werden die Dokumente oder Anforderungen nicht generell dupliziert. Die Architektur von agosense requirements ist so aufgebaut, dass die einzelnen Anforderungen in Branches immer wiederverwendet bzw. referenziert werden und aufgrund der impliziten Versionierungsengine nicht kopiert werden müssen. Sämtliche hier beschriebenen Funktionalitäten finden auch innerhalb von Branches Anwendung und es ist selbstverständlich möglich, jede Dokumentenausprägung (ob Baseline, Variante, Tentative oder Base) untereinander in beliebiger Kombination in der Diff-View zu vergleichen.

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Ist für spezielle Kundenanforderungen ein reines Branching nicht mehr ausreichend, wenn zum Beispiel eine Beschreibung von Funktionsbäumen mit entsprechenden Abhängigkeiten bei der Erstellung von Produktvarianten gezielt verwaltet werden müssen, dann bietet agosense requirements die Möglichkeit Variantenmanagement Systeme, wie zum Beispiel „pure::variants“ von der pure-systems GmbH direkt zu integrieren. Wie in den vorhergehenden Abschnitten bereits erwähnt, ist die Einbettung des Anforderungsmanagements in den Gesamt-Entwicklungsprozess von großer Bedeutung.

Im Folgenden soll erläutert werden, wo die typischen Anknüpfungspunkte liegen und wie diese bestmöglich umgesetzt werden können, um die heutigen Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Traceability erfüllen zu können. Inwiefern ist es heutzutage erforderlich, die Domäne des Anforderungsmanagements um eine geplante Änderungsverwaltung erweitern? Dies soll nachfolgend anhand einiger kleiner Beispiele erläutert werden.

Geht man von der Annahme aus, dass ein Anforderungsdokument freigegeben ist und das Produkt bereits anhand dieser Spezifikation entwickelt wird: Was ist nun notwendig, um nachträglich geänderte Anforderungen bestmöglich einfließen zu lassen? Denn die Anforderungen können nicht einfach nur geändert werden, sondern müssen nun im Rahmen eines geplanten Änderungsprozesses in die Produktentwicklung eingesteuert werden:

  • Änderungen müssen zunächst anhand verschiedener Kriterien bewertet werden (z.B. Kosten, Risiko, ...)
  • Abhängigkeiten müssen überprüft werden: Testfälle, Use-Case-Modelle, etc. müssen ggf. ebenfalls geändert werden
  • Die Spezifikation selbst muss geändert und freigegeben werden
  • Geänderte Anforderungen müssen kommuniziert und weiter gegeben werden für die Implementierung

Um alle diese Aufgaben effizient zu erledigen, ist eine tiefgreifende Integration des Anforderungsmanagements in alle weiteren direkt angrenzenden Domänen und insbesondere in das globale Änderungsmanagement unerlässlich.

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