Suchen

Test-Tool mit Fault Injection, Test Scripts und neu implementierter CTE

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Razorcat stellt das neueste Release ihres Unit- und Integrations-Testwerkzeugs für Embedded Software vor: TESSY 4.1 bietet unter anderem neue leistungsstarke Funktionen wie die Fehlerinjektion und Test Script Perspektive sowie einen vollkommen neu implementierten Klassifizierungsbaumeditor (CTE).

Firmen zum Thema

TESSY, das Unit- und Integrations-Testwerkzeug für C/C++ Embedded Software, unterstützt auch in Version 4.1 die gängigsten Mikrocontroller, Compiler und Debugger und ist qualifiziert für sicherheitsrelevante Software-Entwicklung gemäß den Normen IEC 61508 und ISO 26262.
TESSY, das Unit- und Integrations-Testwerkzeug für C/C++ Embedded Software, unterstützt auch in Version 4.1 die gängigsten Mikrocontroller, Compiler und Debugger und ist qualifiziert für sicherheitsrelevante Software-Entwicklung gemäß den Normen IEC 61508 und ISO 26262.
(Bild: Razorcat)

Razorcat veröffentlicht sein bewährtes Testwerkzeug für Embedded Software, TESSY, in Version 4.1 mit neuen Funktionen. Zu den wichtigsten neuen Features zählen Fault Injection, Test Scripts, Code-Metriken und neu implementierter Class Tree Editor (CTE).

Fault Injection

Die Fehlerinjektion ist eine bewährte Methode, um insbesondere die Software von sicherheitskritischen Anwendungen dokumentierten Tests zu unterziehen. Für eine nachweisliche 100%ige Anweisungsüberdeckung lassen sich jetzt in TESSY 4.1 mit Hilfe der „Fault Injection“-Funktion Fehlersituationen vollkommen ohne Quellcode-Änderung automatisiert testen.

Fault Injections werden direkt im Kontrollflussgraphen der Funktion an den nicht erreichten Programmzweigen definiert. Bei Regressionstests werden die Fault Injections auch nach Code-Änderungen automatisch an der richtigen Stelle im Code platziert.

Test Script Perspektive

Die neue Skript Perspektive in TESSY 4.1 erlaubt die textuelle Bearbeitung von Tests in einer dedizierten Test-Skriptsprache. Alle Testdaten können vom Skriptformat in das TESSY-interne Format und umgekehrt konvertiert werden. Das ASCII-Format kann auch neben dem bisherigen TMB-Dateiformat als ergänzendes Backup verwendet werden, womit eine Versionspflege und Zusammenführung von Tests in einem Versionskontrollsystem vereinfacht wird. Dies ermöglicht die einfache Versionierung von Tests und den Vergleich beliebiger Versionen. Der Skript-Editor bietet Syntaxhervorhebung, automatische Vervollständigung, Formatierung, Validierung und eine Gliederungsansicht.

Neuer Klassifizierungsbaumeditor

Für mehr Effizienz sorgt TESSY 4.1 auch durch eine neue Implementierung des bekannten Klassifizierungsbaumeditors (CTE). Der neue CTE ist ein vollwertiger Eclipse-basierter Editor, der in TESSY integriert ist und das Design von Testfällen und die Zuordnung von Testdaten zu Baumknoten verbessert. Alte CTE-Bäume werden automatisch aktualisiert und in das neue CTEX-Dateiformat konvertiert. Neue Funktionen, wie die Abhängigkeit verschiedener Klassen untereinander, wurden ebenfalls ergänzt.

Statische Codeanalyse und Testqualitätskennzahl

TESSY 4.1 berechnet die zyklomatische Komplexität (McCabe) und stellt diese statistisch dar: Der Komplexitätswert für jedes Testobjekt wird für jedes Modul, jeden Ordner und der gesamten Testkollektion zusammengefasst und mit der Summe aller Werte, dem Mittelwert oder dem Maximalwert dargestellt. Als abgeleitetes Maß wird ein Verhältnis zwischen der Anzahl der Testfälle und der Komplexität (TC/C) ermittelt. Dieses TC/C-Verhältnis zeigt die Anzahl der notwendigen Testfälle für das Erreichen einer 100%igen Zweigüberdeckung. Ein Wert größer als 1 bedeutet, dass die geforderte Mindestanzahl von Testfällen definiert wurde.

Ein weiteres neues Maß für die Qualität von Testfällen ist die Ergebnissignifikanz (RS), welches Testfälle bewertet: Es wird überprüft, ob für jeden Testfall zu erwartende Testergebnisse definiert wurden. Testdaten, Verwendung des Call Trace und die Verwendung von Auswertungsmakros fließen in dieses Kriterium ein.

Arithmetische Ausdrücke als Testdaten

Der Testdateneditor (TDE) wurde in TESSY 4.1 mit der Möglichkeit der Eingabe von arithmetischen Ausdrücken als Testdaten erweitert. Diese Ausdrücke können ebenso mit dem neuen CTE definiert werden. Der resultierende Wert eines Ausdrucks wird dynamisch von TESSY berechnet und bei Code-Änderungen automatisch aktualisiert. Es werden alle Standardoperatoren unterstützt: Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, logische Verschiebung, binäres Oder sowie binäres Und. Die Operanden können Zahlen, Definitionen und Enum-Konstanten sein.

Stimulation und Messung von Hardware-Signalen

Um Hardwaresignale während des Tests zu stimulieren oder zu messen, stellt TESSY 4.1 eine Hardware-Schnittstelle zur Verfügung, über die eine externe Hardware für die Stimulation und Messung gesteuert werden kann. Während der Modulanalyse liest TESSY die Konfiguration der Hardware- Schnittstelle aus und stellt diese mit den verfügbaren E/A-Signale im Test Interface Editor (TIE) für jedes Testobjekt dar. Die Signalwerte können dann im Test Daten Editor (TDE) wie andere testrelevante Objekte bearbeitet werden.

(ID:45436836)