Open-Source-Sicherheit Akrites: Initiative zum Schutz vor vor KI-gestützten Cyberrisiken

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Die Linux Foundation hat gemeinsam mit zahlreichen Technologieunternehmen, Finanzinstituten und Open-Source-Organisationen die Initiative Akrites gestartet. Sie soll den Umgang mit Sicherheitslücken in besonders wichtiger Open-Source-Software zentral koordinieren und damit die Sicherheit digitaler Infrastruktur stärken.

Die Linux Foundation und führende Unternehmen der Software-Branche haben die Initiative „Akrites“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Kritische Open-Source-Software vor KI-gestützten Cyberbedrohungen zu schützen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Linux Foundation und führende Unternehmen der Software-Branche haben die Initiative „Akrites“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Kritische Open-Source-Software vor KI-gestützten Cyberbedrohungen zu schützen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Amazon Web Services, Anthropic, Cisco, Google, IBM, Microsoft, GitHub, Nvidia, OpenAI, Red Hat, Vodafone, Citi und JPMorgan Chase. Auch Organisationen wie die Rust Foundation, die Cloud Native Computing Foundation, die OpenSSF und die OpenInfra Foundation sind beteiligt. Die Mitglieder wollen Entwicklerkapazitäten, Sicherheitsexpertise und finanzielle Mittel einbringen.

Hintergrund ist nach Angaben der Linux Foundation die veränderte Bedrohungslage durch moderne KI-Modelle. Diese könnten große Open-Source-Projekte deutlich schneller auf Schwachstellen untersuchen als klassische Sicherheitsanalysen. Dadurch verkürze sich die Zeit zwischen dem Auffinden einer Lücke und einer möglichen Ausnutzung erheblich.

Gemeinsamer Prozess statt Einzelmeldungen

Akrites soll verhindern, dass mehrere Unternehmen dieselbe Schwachstelle unabhängig voneinander untersuchen, unterschiedliche Korrekturen entwickeln oder Maintainer mit doppelten Meldungen belasten. Kern der Initiative sind ein gemeinsames Security Incident Response Team und ein standardisierter Prozess zur koordinierten Offenlegung von Sicherheitslücken.

Die Initiative betont, eng mit den ursprünglichen Entwicklern der betroffenen Projekte zusammenarbeiten zu wollen. Sicherheitskorrekturen sollen möglichst in die Originalprojekte zurückfließen. Gibt es für ein wichtiges Paket keine aktive Betreuung mehr, will Akrites vorübergehend als „Maintainer of Last Resort“ einspringen und sicherstellen, dass Korrekturen bereitgestellt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der schnellen Verteilung von Sicherheitsupdates. Sobald eine Schwachstelle öffentlich bekannt ist, können Angreifer sie mithilfe von KI rasch analysieren und Exploit-Code entwickeln. Deshalb will Akrites auch mit Betreibern kritischer Infrastruktur zusammenarbeiten, damit Patches möglichst früh und breit ausgerollt werden.

Die Anschubfinanzierung kommt vom Linux-Foundation-Fonds Alpha-Omega. Weitere Organisationen können sich beteiligen. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Webseite der Akrites-Initiative.(sg)

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