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Windows 10 IoT bietet ROS-Support

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Auf der seiner Entwicklerkonferenz Build in Seattle kündigte Microsoft ein Update für Windows 10 IoT an. Fortan wird das Embedded Betriebssystem Windows 10 IoT direkte Unterstützung für das ROS-Framework zum Betrieb von autonomen und Teil-autonomen Robotiksystemen bieten.

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Das Roboter-Betriebssystem ROS, dass sich an Fertigungsroboter aller Größenordnungen richtet, wird nun auch als Framework durch Windows 10 IoT unterstützt.
Das Roboter-Betriebssystem ROS, dass sich an Fertigungsroboter aller Größenordnungen richtet, wird nun auch als Framework durch Windows 10 IoT unterstützt.
(Bild: Clipdealer)

Roboter stellen eine der wichtigsten Formen eines Edge-Geräts dar. Egal ob als Fertigungsroboter oder autonome Drohne muss ein solches System die Welt mit vielen Sensoren beobachten und darüber nachdenken, was es beobachtet hat, um einen Aktionsplan zu entwickeln. Dann muss es diese Aktionen schnell und sicher durchführen. Dabei kann es sich zur Verarbeitung der Daten nicht immer auf eine dauerhaft vorhandene, schnelle Internetverbindung verlassen.

Eines der beliebtesten Frameworks für den Aufbau dieser komplexen Funktionalität ist das Robot Operating System (ROS) von Open Robotics, einem ausgereiften, quelloffenen Robotik-Framework, das weltweit für kommerzielle und Forschungsanwendungen eingesetzt wird. Die Interoperabilität von ROS, der Umfang der Samples und die Community machen es wertvoll für den Aufbau einer automatisierten Lösung.

Microsoft kündigte nun auf seiner Entwicklerkonferenz Build in Seattle an, dass das ROS-Framework nun allgemein unter Windows 10 zur Verfügung steht. Mit der Unterstützung von ROS bietet die Windows-Plattform nun eine schnelle, sichere, intelligente und verwaltbare Grundlage für Robotik-Lösungen, die es Entwicklern auch ermöglicht, mit maschinellen Lernfunktionen und der gesamten Skalierbarkeit und Leistungsfähigkeit von Azure IoT mehr am Geräte-Edge zu leisten.

„Wir freuen uns, Windows IoT als unterstützte Plattform für ROS hinzuzufügen,“ sagte Brian Gerkey, CEO von Open Robotics. „Die ROS-Entwicklergemeinschaft kann nun von einer Vielzahl von Funktionen in Windows IoT profitieren, darunter hardwarebeschleunigtes maschinelles Lernen, Computer Vision und Cloud-Funktionen wie Azure Cognitive Services. Ich freue mich auf die nächste Generation von Windows IoT-unterstützten ROS-Anwendungen.“

Direkte Integration von KI-Modellen und Robotik-Treibern

Mit seinen Azure Cognitive Services bietet Microsoft bereits KI-Services, die Robotern intelligente Algorithmen zum Sehen, Hören, Sprechen, Verstehen und Interpretieren ihrer Umgebung mit natürlichen Kommunikationsmethoden verleihen sollen. Der nun integrierte Microsoft ROS Node für Azure IoT Hub ermöglicht es einem Systemadministrator, den Zustand eines Roboters und seiner Aufgaben durch die Überwachung bestimmter Nachrichtenströme zu überwachen.

Mit dem branchenüblichen ONNX-Modellformat, das lokal oder in der Cloud trainiert wird, können Entwickler das maschinelle Lernen am Edge beschleunigen. Der Roboter kann die austrainierten Modelle selbst ausführen, ohne teure Bandbreite zu verbrauchen, die Bilder in die Cloud überträgt. Diese Eigenschaften kommen ergänzend zu den Diese Fähigkeiten zahlreichen Fähigkeiten und Treibern hinzu, die bereits von der ROS-Community entwickelt wurden. Darüber hinaus wird Microsoft in Kürze eine von der Community unterstützte Visual Studio Code-Erweiterung einführen, die es ermöglicht, Debugging und Visualisierung von ROS-Systemen direkt aus Windows heraus zu betreiben.

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