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Entwicklungstrends

So sieht zukunftsfähige Embedded-Softwareentwicklung aus

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Softwarearchitektur-Design ist ein Muss

Ökosysteme: Embedded-Software ist Bestandteil immer komplexerer Ökosysteme,die sich sehr dynamisch verändern.
Ökosysteme: Embedded-Software ist Bestandteil immer komplexerer Ökosysteme,die sich sehr dynamisch verändern.
(Bild: ComTIA)

Thomas Batt, der bei MicroConsult das Thema Softwareengineering und Prozesse verantwortet, schlägt in dieselbe Kerbe. Er sieht, dass immer mehr Firmen den Nutzen einer definierten Softwarearchitektur zwar erkennen, doch der Weg aus dem Sumpf der Softwarealtlasten ist beschwerlich.

Die Art, wie Embedded-Software sehr oft in der Vergangenheit entwickelt wurde (oder sollte man sagen verwickelt wurde?) führt nicht nur in eine Sackgasse sondern stellt ein wachsendes Sicherheitsrisiko dar. Die steigende Komplexität in Verbindung mit wachsenden Anforderungen an Safety (Betriebssicherheit) und Security (Systemschutz) stellt hohe Ansprüche an die Softwarearchitekturen und die Qualität der Implementierung. Dies wiederum spricht für den Einsatz von bewährten Softwarekomponenten (Betriebssysteme, Stacks, Filesysteme, etc.) und die Anwendung objektorientierter Methoden mit Hilfe von Hochsprachen wie C++.

Ziel muss es sein, der schleichenden Softwareerosion von Anfang an entgegenzuwirken. Aus der Sicht von Herrn Batt, der über langjährige Projekterfahrung in der Industrie verfügt, hat diese Erkenntnis auch dazu geführt, dass dem Requirements-Engineering und Management, sowie der Softwaremodellierung mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Umstieg auf höhere Abstraktionsebenen in Kombination mit professionellem Softwareengineering ist unerlässlich, um der Komplexität Herr zu werden.

Ein weiteres Mittel, um Komplexität, erhöhte Sicherheitsanforderungen und schnelle Produktzyklen in den Griff zu bekommen sind Betriebssysteme, die den Applikationen der Hersteller zuarbeiten. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich Embedded LINUX großer Beliebtheit erfreut und das liegt nicht nur daran, dass die Lizenzkosten entfallen.

Es wird immer wichtiger, dass die Applikationsentwickler sich von den Details der Hardware lösen und auf wichtige Services und Schnittstellen zugreifen können, ohne sie selbst zu entwickeln. Hardware muss sich durch Hardwareabstraktion über das Betriebssystem schneller austauschen lassen. Hier gibt es im Bereich Multicore noch viel zu tun. Ideal wäre es, wenn dies auch für das Betriebssystem mittels eines Operating System Abstraction Layers (OSAL) möglich ist. Die System- und Softwarearchitektur sollte diese Aspekte jedenfalls berücksichtigen.

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