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Framework zur Erstellung modularer Softwaresysteme

Redakteur: Sebastian Gerstl

Mit Lynx MOSA.ic bietet Lynx Software ein Softwareentwicklungs-Framework zur Erstellung modularer und verständlicher Softwaresysteme. MOSA.ic soll Erschaffung, Zertifizierung und Instandhaltung inhärent komplexer Softwaresysteme vereinfachen.

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Mit MOSA.IC stellt Lynx Software einen einfachen, Modul-basierten Weg zur Entwicklung robuster Softwaresysteme bereit.
Mit MOSA.IC stellt Lynx Software einen einfachen, Modul-basierten Weg zur Entwicklung robuster Softwaresysteme bereit.
(Bild: Lynx Software Technologies)

Beim herkömmlichen OS-basierten Modell der Applikationsentwicklung sorgen die APIs des Betriebssystems (OS) für Datentransfer und Datenspeicherung. Anwendungen müssen daher die Architektureigenschaften des jeweils zugrundeliegenden OS übernehmen. Geht man davon aus, dass mehrere Abstraktionsschichten auf der Applikationsebene beginnen, blieb Entwicklern bislang wenig anderes übrig, als die resultierende zunehmende Systemkomplexität anzuerkennen und zu akzeptieren. Derart komplexe Systeme zu verwalten und warten ist äußerst schwierig, da unbeabsichtigtes Systemverhalten — verwurzelt in ebendiesen verborgenen Komplexitätsschichten — zu kritischen Sicherheitsmängeln (Safety-Defiziten und Security-Lücken) führt.

Lynx MOSA.ic nutzt CPU-Virtualisierung für eine einfachere, verteilte Ressourcenverwaltung (distributed resource control model) anstelle der herkömmlichen OS-basierten zentralen Ressourcenverwaltung (central resource management model). Dieser Ansatz beseitigt soviel Komplexität zwischen Anwendungsschnittstellen und Hardware wie nur möglich. Basierend auf einem konfigurierbaren Framework zur Hardwarepartitionierung, beginnt Lynx MOSA.ic mit der Dezentralisierung von Ressourcenmanagement- und Anwendungsdiensten. Dies hat zur Folge, dass unabhängige Applikationen ihre eigenen Ressourcen eigenständig verwalten können. Als nächster Schritt unterstützen zur Verfügung gestellte Cross Development Kits Entwicklung und Bau von Anwendungsmodulen in unterschiedlicher Größe, Qualität und Komplexität. Des weiteren helfen zur Verfügung gestellte Integrationswerkzeuge bei der Verknüpfung mit Partner- und Wettbewerbermodulen — Module, die sich dann den unabhängig verwalten Hardwareressourcen präzise zuordnen lassen.

Durch den Verzicht auf eine zentrale Kontrolle über die CPU öffnet Lynx MOSA.ic den Weg zu mehr Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit und erschließt nie dagewesene modulare Integrationsfähigkeiten für die zügige Entwicklung robuster Systeme.

Lynx MOSA.ic verfolgt die Vision des Modular Open Systems Approach (MOSA). Als ‘modulares Integrationszentrum systemoffener Architekturen’ (‘Modular Open Systems Architecture Integration Center’) ermöglicht Lynx MOSA.ic es auf einzigartige Weise, unabhängige Softwarekomponenten — einschließlich früher kompilierter Legacy-Bestandteile sowie von Wettbewerbsanbietern verfasste Komponenten — innerhalb dieses Entwicklungsrahmens zu integrieren. So gelangt das MOSA-Konzept in die Kommandozeile.

Die Grundlage von Lynx MOSA.ic ist ein programmierbares Prozessor-Partitionierungssystem auf Basis des bewährten Separation-Kernel-Hypervisors LynxSecure. Anders als herkömmliche Hypervisoren — welche Gast-VMs (Virtual Machines) einheitlich über einen zentralisierten Ressourcenmanager verwalten — isoliert LynxSecure die Rechenressourcen in eigenständige verteilte Umgebungen. Diese können sich selbst verwalten und stellen Software-Entwicklungswerkzeuge für Gastsysteme auf der Komplexitätsstufe bereit, die die jeweilige Zielumgebung erfordert. Im Verzicht auf die herkömmlichen ‘ererbten’ Komplexitäten eines zentralisierten Ressourcenmanagements erschließt Lynx MOSA.ic die Multicore-Virtualisierung als tragfähige Option zur Beherrschung der Kosten und Design-Herausforderungen, die sich bei der Entwicklung solider Softwaresysteme in hochregulierten Embedded-Märkten ergeben.

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