Ein Angebot von

Ein Qt-Framework für den direkten Einsatz auf Mikrocontrollern

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Eine Smartphone-typisches Nutzererlebnis auf einem Mikrocontroller-getriebenem System: Die Qt Company stellt mit Qt for MCU eine auf Cortex-M-Kerne abzielende Version seines bewährten HMI-Toolkits für Programmierumgebungen in C und C++ vor.
Eine Smartphone-typisches Nutzererlebnis auf einem Mikrocontroller-getriebenem System: Die Qt Company stellt mit Qt for MCU eine auf Cortex-M-Kerne abzielende Version seines bewährten HMI-Toolkits für Programmierumgebungen in C und C++ vor. (Bild: The Qt Company)

Das Qt-Framework hat sich bei vielen Entwickler als Bibliothek für die schnelle Entwicklung von grafischen Nutzerinterfaces bewährt. Nun hat die Qt Company mit Qt for MCU eine speziell für den Einsatz auf Mikrocontrollern gedachte Variante des Frameworks vorgestellt.

Egal ob in Fahrzeugen, Wearables, Smart Home, Industrie oder im Gesundheitswesen, in nahezu allen Bereichen haben sich die Ansprüche in den letzten Jahren enorm gesteigert. Harte Echtzeitverarbeitung bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch auf geringen Ressourcen und idealerweise sofortiger Bereitstellung des Systems erfordert besonders effizienten Code, der auf den meist Mikrocontroller-getriebenen vernetzten Geräten ausgeführt wird. Da die Geräte jedoch intelligenter werden und mehr Funktionen und Fähigkeiten bieten, erwarten die Benutzer darüber hinaus noch ein verbessertes und intuitives Erlebnis, das dem der heutigen Smartphones entspricht.

Gerade für die Entwicklung von HMIs auf Mobilgeräten hat sich das Toolkit Qt bereits seit einigen Jahren fest etabliert. nun hat die Qt Company hat mit Qt for MCUs eine Variante des Werkzeugs veröffentlicht, das speziell auf die Softwareentwicklung für Mikrocontroller ausgelegt ist.

Qt for MCUs ist auf Mikrocontroller, die über einen Cortex-M-Kern verfügen, ausgelegt. Das Toolkit verfügt über eine speziell angepasste Laufzeitumgebung für auf diese Architektur aufsetzende Embedded-Geräte.

Qt for MCU nutzt Qt Quick zum Erstellen von Nutzerschnittstellen mit QML (Qt Meta-object Language). Das Qt-Quick-Modul besitzt eine C++-API, um QML-Anwendungen mit C++-Code zu erweitern. Qt for MCUs enthält mit Implementierungen von Qt Quick Controls über eine Reihe von vorgefertigten Steuerelementen, die das Erstellen von Nutzerschnittstellen vereinfachen sollen.

Trennung von Modell und Präsentation

Qt setzt auf die Model-View-Architektur, die im Wesentlichen das Architekturmuster Model-View-Controller (MVC) vereinfacht, indem es die Präsentation und Steuerung kombiniert. Auf die Weise können Entwickler in C beziehungsweise C++ verfassten Sourcecode für das Backend integrieren, um Anwendungen auf Mikrocontroller zu portieren.

Als Entwicklungswerkzeuge kommen Qt Design Studio und Qt Creator zum Einsatz. Das Toolkit ist darauf ausgelegt, dass Entwickler ihre bisherigen Arbeitsabläufe beibehalten können. Hardwareseitig kann Qt for MCUs eine Reihe von 2D-Grafikbeschleunigern nutzen, darunter Chrom-ART auf der STM32- und PxP auf der NXP-MX-RT-Serie.

Entwickler, die bereits Qt in ihren Applikationen verwenden, können ihre bestehenden Workflows weiterhin nutzen, um Anwendungen für Mikrocontroller zu entwickeln.

Moderne GUIs mit dem Model View Adapter in C++ entwickeln

Moderne GUIs mit dem Model View Adapter in C++ entwickeln

12.09.18 - Grafische Benutzeroberflächen (GUIs) basieren oft noch auf dem Model View Controller-(MVC)-Pattern. Für viele moderne Bibliotheken ist dieser Ansatz inzwischen veraltet. Besser geeignet ist der Model View Adapter (MVA): Er lässt sich gut als Grundlage für das Entwickeln moderner, komplizierterer GUIs mit C++ und Qt verwenden und gewährleistet Wartbarkeit und Erweiterbarkeit. lesen

Grundlegende Richtlinien für gute User Interfaces

Grundlegende Richtlinien für gute User Interfaces

05.07.19 - Damit das User Interface, kurz UI, von den Kunden akzeptiert wird, müssen einige zentrale Punkte in Betracht gezogen werden. Aber wie erreicht man das Ziel, wenn ein UI/UX-Experte fehlt? lesen

Qt und RESTful – Eine Software-Infrastruktur für das Internet der Dinge

Qt und RESTful – Eine Software-Infrastruktur für das Internet der Dinge

28.01.16 - Um Fallstricke bei der Integration von IoT-Systemen zu vermeiden, müssen bereits bei Beginn des Designs diverse Front- und Backend-Techniken in Betracht gezogen werden. Das Qt-Framework und eine REST-basierte Kommunkiationsschnittstelle lassen die Cloud- und Datenanbindung leicht von der Hand gehen. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46105310 / HCI)