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Effiziente Arbeitskultur im Unternehmen fördern

| Autor / Redakteur: Oliver Henrich * / Stephan Augsten

Neben der innerbetrieblichen Zusammenarbeit bildet in vielen Fällen ein gut funktionierendes Developer-Netzwerk die Grundlage für erfolgreiche Projekte.
Neben der innerbetrieblichen Zusammenarbeit bildet in vielen Fällen ein gut funktionierendes Developer-Netzwerk die Grundlage für erfolgreiche Projekte. (Bild gemeinfrei: You X Ventures / Unsplash)

Mit DevOps lassen sich Anwendungsentwicklung, zugehörige IT-Abläufe und Qualitätssicherung eng verzahnen. Dies trägt dazu bei, die Qualität der Software, die Geschwindigkeit der Entwicklung und Auslieferung sowie das Miteinander der beteiligten internen und externen Teams zu optimieren.

Um sich wettbewerbsstark aufzustellen und die bestmögliche Customer Experience zu bieten, müssen sich Unternehmen stetig weiterentwickeln. Für viele Unternehmen ist die Verbesserung der Customer Experience eng mit der Entwicklung neuer Lösungen und Dienstleistungen verbunden.

Die Anwendungen und Services sollen den Kontakt des Kunden mit dem jeweiligen Unternehmen unterstützen, Vertrauen und Kundenbindung stärken sowie den ROI des Anwenders steigern. Der Markt fordert hierbei aber auch immer kürzere Entwicklungszyklen. Auf technologischer Ebene sind Cloud-Infrastrukturen ein zentraler Aspekt, um den Go-to-Market neuer Anwendungen und somit Innovationen zu beschleunigen.

Konnten Großunternehmen aufgrund ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten neue Tools und Lösungen bislang wesentlich schneller und einfacher implementieren, gestattet es die Cloud nun auch mittleren und kleineren Unternehmen, ihr Portfolio mithilfe neu entwickelter Applikationen zu erweitern. Beispiele hierfür können eine neue SaaS-Anwendung sein oder der Einsatz innovativer Technologien wie KI oder Maschinelles Lernen – alles, was Anwendern hilft, ihre Customer Experience zu verbessern.

„Scheitern als Chance“: Innovationen beschleunigen

Um Entwicklungszyklen zu verkürzen, sind aber nicht nur moderne IT-Infrastrukturen empfehlenswert. Auch strukturell und kulturell müssen sich Unternehmen innovationsoffen aufstellen. Ein entscheidendes Merkmal dieser neuen Innovationskultur ist, dass sie von der Unternehmensführung mitgetragen oder im besten Fall sogar initiiert wird.

Entwickler bekämen so mit ausdrücklicher Zustimmung des Managements die Möglichkeit, neue Ideen auszuprobieren, ohne den Weg eines klassischen Entwicklungsprojekts mit mehreren Genehmigungsrunden und Absprachen beschreiten zu müssen. Ziel ist es, dass sie innerhalb weniger Wochen statt mehrerer Monate oder gar Jahre von der ersten Skizze zu einem vollständigen Konzept übergehen können. Zugleich können sie ihre Ideen unter realen Bedingungen ausprobieren und sie praxisbezogenen Stresstests unterziehen.

Lassen sich Entwicklungsideen schnell auf den Weg bringen, verbessert dies nicht nur den Zugang zu Innovationen, sondern bietet darüber hinaus die Chance, effektivere Arbeitsweisen zu entdecken. Das beinhaltet zudem, dass in diesem Zusammenhang auch ein transparenterer Umgang mit Misserfolgen oder zunächst falsch angegangenen Projekten anstrebt wird, da dies wertvolle Erkenntnisse für frische Ansätze liefern kann. Es muss eine Möglichkeit geben, falsch eingeschlagene Wege verlassen zu dürfen, ohne dass dies entsprechende Konsequenzen, die sonst klassischerweise damit verbunden sind, nach sich zieht.

Zukunftsorientierte Führungskräfte können Mitarbeiter bei dieser Kultur des „Scheiterns als Chance“ unterstützen, indem sie offen und ehrlich kommunizieren. Darüber hinaus ist es für eine offenere Innovationskultur auch wichtig, dass das Management die betriebsinterne Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg gefördert.

Entwickler sollten beispielsweise vor diesem Hintergrund enger mit Kundenteams – etwa aus dem Vertrieb oder dem Kundensupport – zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass ihre Bemühungen auch tatsächlich auf Innovationen ausgerichtet sind, die wirklich zu einem verbesserten Kundenerlebnis führen. Gleichzeitig dürfen technologische Themen wie gute und ausreichende Programmierschnittstellen (APIs) sowie Software Development Kits (SDKs) nicht außer Acht gelassen werden.

Ganz grundsätzlich ist der Wandel hin zu einer neuen und offeneren Innovations- und Kollaborationskultur als kontinuierlicher Prozess zu verstehen. Das bedeutet: Veränderungen lassen sich nicht innerhalb weniger Wochen erzwingen. Stattdessen erfordert der arbeitskulturelle Wandel Zeit und auch Geduld, Trainings und Schulungen, um langfristig zum Erfolg zu verhelfen.

Entscheidend ist dabei auch, dass die Kernziele des Unternehmens selbst sowie die Anforderungen seiner Kunden bei allen Innovationsprojekten immer im Fokus stehen und gleichsam als Leitplanken für ergebnisoffen angegangene Entwicklungsvorhaben fungieren.

Developer-Netzwerk: Grundlage für Projekterfolg

Neben einer motivierenden und kollaborativen innerbetrieblichen Kultur trägt auch ein breites Netzwerk von Entwicklungspartnern dazu bei, Innovationen schnell zu skalieren. Egal ob es um ein großes Unternehmen geht, das auf der Suche nach kundenorientierter Innovation ist, oder um eine kleine Organisation mit einer kundenorientierten Idee, die Unterstützung für die weitere Entwicklung benötigt: Ein gut funktionierendes Developer-Netzwerk ist die Grundlage für den gemeinsamen Projekterfolg.

Ein solches Netzwerk erweitert außerdem die Reichweite, um auch Nischenbereiche zu erschließen. Durch den Aufbau einer Expertengemeinschaft können Unternehmen weitaus effektivere Projekte mit positiven Effekten für sich, ihre Kunden und Partner realisieren. Hierbei ist eine symbiotische Beziehung gefragt, bei der jede Seite seine USPs in den Innovationsprozess mit einbringt.

Oliver Henrich
Oliver Henrich (Bild: Sage)

Ganz grundsätzlich ist die vielfältige Denkweise, Agilität und „Herausforderer“-Mentalität, die sich im Zuge einer derartigen Entwicklerpartnerschaft ganz unweigerlich ergibt, ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt, wenn es darum geht, Innovation schnell und zielgerichtet auf den Markt zu bringen.

* Oliver Henrich ist Vice President Product Engineering Europe bei Sage.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Dev-Insider.de.

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