Optimiert für IoT und Embedded Systems Canonical Ubuntu Core 22

Aktualisiert am 20.06.2022 Von Maria Beyer-Fistrich

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Canonical Ubuntu Core 22, die vollständig containerisierte und für IoT- und Edge-Geräte optimierte Variante von Ubuntu 22.04 LTS, steht ab sofort zum Download bereit.

Die meisten Public Clouds verwenden Ubuntu, ebenso wie die meisten neuen intelligenten Gateways, selbstfahrenden Autos und Roboter
Die meisten Public Clouds verwenden Ubuntu, ebenso wie die meisten neuen intelligenten Gateways, selbstfahrenden Autos und Roboter
(Bild: Canonical )

IoT-Hersteller müssen ihre Geräte schnell und innerhalb des Budgets bereitstellen sowie gleichzeitig deren Sicherheit und Fernverwaltung gewährleisten. Angesichts einer schnell wachsenden Zahl an Geräten stellt dies die Anbieter vor große Herausforderungen. Als Antwort darauf soll Canonical mit Ubuntu Core 22 ein sicheres, robustes und berührungsarmes Betriebssystem bieten, das von einem wachsenden Ökosystem von Chip- und ODM (Original Design Manufacturer)-Partnern unterstützt wird und ab sofort zum Download bereitsteht.

„Wir wollen überall sichere und zuverlässige Open-Source-Lösungen bereitstellen – von der Entwicklungsumgebung über die Cloud bis hin zum Edge und zu den Geräte“, sagt Mark Shuttleworth, CEO von Canonical. „Mit dieser Version und dem Echtzeit-Kernel von Ubuntu können wir die Vorzüge von Ubuntu Core auf die gesamte Embedded-Welt ausweiten."

Unterstützung von Echtzeitberechnungen

Der Echtzeit-Kernel von Ubuntu 22.04 LTS, aktuell als Beta-Version verfügbar, soll nicht nur leistungsstark sein, sondern auch mit niedrigen Latenzzeiten und Workload-Vorhersagbarkeit für zeitkritische Anwendungen in Industrie, Telekommunikation, Automotive und Robotik geeignet sein. Die neue Version enthält einen vollständig präemptiven Kernel, um zeitgebundene Antworten zu gewährleisten. Canonical arbeitet mit Chip- und Hardwareherstellern zusammen, um Echtzeitfunktionen auf Ubuntu-zertifizierter Hardware zu ermöglichen.

Anwendungszentriert

Ubuntu Core bietet ein containerisiertes Ubuntu, das das monolithische Ubuntu-Image in Pakete, so genannte Snaps, aufteilt – einschließlich Kernel, Betriebssystem und Anwendungen. Jedes Snap verfügt über eine isolierte Sandbox, einschließlich aller Abhängigkeiten der Anwendung, um sie vollständig portabel und zuverlässig zu machen. Das Snapcraft-Framework von Canonical ermöglicht die On-Rails-Entwicklung von Snap-Paketen für schnelle Iterationen, automatisierte Tests und zuverlässige Bereitstellung.

Jedes Gerät, auf dem Ubuntu Core läuft, verfügt über einen dedizierten IoT App Store mit voller Kontrolle über die Apps auf dem Gerät. Zudem ermöglicht er es, Software auf einer Plattform zu erstellen, zu veröffentlichen und zu verteilen. Der IoT App Store soll so Unternehmen eine Lösung für das Softwaremanagement, einschließlich einer Reihe neuer Funktionen für den Einsatz vor Ort (on-premise), bieten.

Das System soll transaktionale, unternehmenskritische Over-the-Air-Updates (OTA) des Kernels, des Betriebssystems und der Anwendungen garantieren. Das soll dafür sorgen, dass die Updates immer abgeschlossen oder automatisch auf die vorherige Arbeitsversion zurückgesetzt werden. Ein Gerät soll so nicht durch ein unvollständiges Update blockiert werden. Snaps bietet auch Delta-Updates, um den Netzwerkverkehr zu minimieren, und digitale Signaturen, um die Integrität und Herkunft der Software sicherzustellen.

Sicher und unauffällig

Ubuntu Core bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen, darunter sicheres Booten, vollständige Festplattenverschlüsselung, sichere Wiederherstellung und strikte Begrenzung des Betriebssystems und der Anwendungen.

„Die IoT-Geräte von KMC Controls werden speziell für unternehmenskritische Industrieumgebungen entwickelt. Sicherheit steht für unsere Kunden an erster Stelle. Wir haben uns für Ubuntu Core entschieden, weil es über integrierte fortschrittliche Sicherheitsfunktionen und ein robustes Over-the-Air-Update-Framework verfügt. Ubuntu Core wird mit einer 10-jährigen Verpflichtung zu Sicherheitsupdates ausgeliefert. Damit können wir die Sicherheit der Geräte im Feld über ihre gesamte Lebensdauer gewährleisten. Dank des bewährten Application Enablement Framework können sich unsere Entwicklungsteams auf die Entwicklung von Anwendungen konzentrieren, die Geschäftsprobleme lösen“, so Brad Kehler, COO bei KMC Controls.

Canonical-Kunden sollen von der 10-jährigen Sicherheitswartung des Kernels, des Betriebssystems und des Codes auf Anwendungsebene profitieren. Geräte und ihre Anwendungen können so die Anforderungen von Unternehmen und des öffentlichen Sektors an die digitale Sicherheit erfüllen.

Partner-Ökosystem

Dank der Partnerschaft mit führenden Chip- und Hardwareherstellern wie Advantech, Lenovo und vielen anderen hat sich Ubuntu Core auf dem Markt etabliert.

Das Ubuntu Certified Hardware-Programm definiert eine Reihe von handelsüblichen IoT- und Edge-Geräten, die mit Ubuntu kompatibel sind. Das Programm beinhaltet die Verpflichtung zu kontinuierlichen Tests der zertifizierten Hardware in den Laboren von Canonical mit jedem Sicherheitsupdate über den gesamten Lebenszyklus des Geräts.

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„Advantech bietet Embedded-, Industrie-, IoT- und Automatisierungslösungen. Wir erweitern unsere Teilnahme am Ubuntu Certified Hardware Program. Canonical stellt sicher, dass zertifizierte Hardware einen umfangreichen Testprozess durchläuft und einen stabilen, sicheren und optimierten Ubuntu-Kern bereitstellt, um Markteinführungszeit und Entwicklungskosten für unsere Kunden zu reduzieren“, sagt Eric Kao, Director von Advantech WISE-Edge+.

Quelle: Canonical

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