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TARS Foundation: Stiftung für offenes Microservice-Framework gegründet

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Das TARS, ein quelloffenes Microservice-Framework, wurde seit 2018 von der Linux Foundation gehegt und weiterentwickelt. Nun sind Framework und Toolchain ausgereift: In der gemeinnützigen TARS Foundation soll TARS die Entwicklung von Open-Source-Microservices vereinfachen. Zugleich will die Stiftung ähnlichen Projekten eine neutrale Heimat bieten.

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Aufbau des TARS Microservice-Ökosystems: Die TARS Foundation bietet neben dem unter Open-Source-Lizenz verfügbarem Entwicklungs-Frameworks zusätzliche Verwaltungsservices. integrierte DevOps-Tools sowie Unterstützung für die geläufigsten Programmiersprachen wie C++, Python oder Java.
Aufbau des TARS Microservice-Ökosystems: Die TARS Foundation bietet neben dem unter Open-Source-Lizenz verfügbarem Entwicklungs-Frameworks zusätzliche Verwaltungsservices. integrierte DevOps-Tools sowie Unterstützung für die geläufigsten Programmiersprachen wie C++, Python oder Java.
(Bild: TARS Foundation )

Die Linux Foundation, das Industriekonsortium zur Förderung von Linux und freier Software, hat das TARS-Projekt in eine eigene Stiftung überführt. Die Non-Profit-Organisation TARS Foundation soll die weitere Entwicklung des Microservice-Frameworks TARS sicherstellen. Darüber hinaus soll die Stiftung eine neutrale Heimat für weitere Projekte bieten, die in das Microservices-Umfeld passen. Microservices werden von Entwicklern in steigendem Maße verwendet, um verteilte Anwendungen robuster und besser skalierbar zu machen.

Ein Open-Source-Framework zur schnellen Entwicklung von Microservices

TARS selbst ist ein ausgereiftes und schnelles RPC-Framework für Microservices. Es wurde ab 2008 von dem Hongkong-basierten Unternehmen Tencent entwickelt und ist bei etlichen großen Unternehmen im Einsatz. 2018 kam das TARS Project unter das Dach der Linux Foundation, wo es seither von einer wachsenden Gemeinschaft von Entwicklern und Anwendern gepflegt und unter Open-Source-Lizenz weiterentwickelt wurde.

Das TARS-Projekt stellt die schnelle Entwicklung kompletter Systeme und automatische Code-Generierung für Microservices in Aussicht. Das Framework unterstützt diverse geläufige Programmiersprachen, darunter C++, Go, Java, JavaScript, PHP und Python.

„Das moderne Unternehmen benötigt eine bessere Mikroservice-Plattform für seine modernen Anwendungen, um die Entwicklung durch die besten Praktiken von DevOps, eine umfassende Service-Governance, einen hochleistungsfähigen Datentransfer, eine Speicherskalierbarkeit mit massiven Datenanforderungen und eine integrierte sprachübergreifende Interoperabilität zu unterstützen,“ schreibt die TARS Foundation in Ihrem Mission Statement. Zur Unterstützung dieser wachsenden Anforderungen böte das TARS-Projekt ein ausgereiftes, hochleistungsfähiges RPC-Framework. Ziel von TARS ist, Entwicklern einige aufwändige Standardarbeiten abzunehmen, so dass sie sich stärker auf die Anwendungslogik konzentrieren können.

Anwendungsfelder des TARS Frameworks

„Die Vorteile der Mehrsprachenunterstützung, der agilen Forschung und Entwicklung, der hohen Verfügbarkeit und des effizienten Betriebs machen TARS zu einem sofort einsatzbereiten Produkt für Unternehmen,“ sagt die TARS Foundation. TARS wird bei Tencent seit zehn Jahren eingesetzt und verfeinert. Das Framework kommt unter anderem in Tencents sozialen Netzwerkwerken QQ und WeChat sowie in Finanzdienstleistungen, Edge-Computing, der Automotive-Branche, Videoverarbeitung, Online-Spielen, sowie Security-Applikationen zum Einsatz.

Die TARS Foundation wird weiterhin TARS selbst unterstützen und hält Ausschau nach anderen Projekten, die dazu passen und Unterstützung benötigen. Diesen Projekten kann sie eine Verwaltungsstruktur, Infrastruktur und finanzielle Unterstützung bieten. Die Stiftung will Probleme lösen, die die Entwicklung und Verwaltung von Microservices erschweren, unter anderem die möglichen Probleme bezüglich Datenübertragung, Datenkonsistenz und Geschwindigkeit. Sie will ferner die Interoperabilität zwischen verschiedenen Programmiersprachen sicherstellen.

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