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SUSE will unabhängig werden

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Das deutsche Softwareunternehmen SUSE, hauptsächlich durch seinen gleichnamigen Linux-Ableger bekannt, strebt die Unabhängigkeit an. Nach vier Jahren als Tochter der Softwaregruppe Micro Focus arbeite man nun mit dem Investor EQT zusammen, um künftig auf eigenen Füßen stehen und expandieren zu können.

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Seit 2003 gehörte SUSE zur Novell Group, seit 2014 nach einem Merger derselben zum britischen Software-Konzern Micro Focus. Nun möchte das deutsche, auf Open Source spezialisierte Softwareunternehmen Hilfe des Investors EQT wieder den Schritt in die Unabhängigkeit wagen.
Seit 2003 gehörte SUSE zur Novell Group, seit 2014 nach einem Merger derselben zum britischen Software-Konzern Micro Focus. Nun möchte das deutsche, auf Open Source spezialisierte Softwareunternehmen Hilfe des Investors EQT wieder den Schritt in die Unabhängigkeit wagen.
(Bild: SUSE Linux GmbH)

Nach sieben Jahren kontinuierlicher Expansion, erst als Tochterfirma von Novell und seit 2014 als Teil der Unternehmensgruppe Micro Focus, wagt SUSE nun den Schritt in die Eigenständigkeit. Das auf Open-Source-Projekte spezialisierte deutsche Softwareunternehmen plant eine Übernahme durch EQT, einem entwicklungsorientierten Investor mit langjähriger Erfahrung in der Softwarebranche. Von der Partnerschaft erwartet SUSE, dass sie seine Marktanteile sowohl im Linux-Markt als auch im Bereich neuer Produkte im Open-Source-Bereich weiter auszubauen.

Eine Änderung der Belegschaft steht nicht an: CEO soll auch nach Abschluss der Übernahmen und dem Übergang zum eigenen Unternehmen Nils Brauckmann bleiben. Zudem erklärt SUSE, dass Mitarbeiter, Kundenbeziehungen, Partnerschaften, Produkt- und Serviceangebote sowie Bekenntnis und Unterstützung für Open Source Communities unverändert weiterbestehen sollen.

„Heute ist ein aufregender Tag in der SUSE-Geschichte. Denn durch die Partnerschaft mit EQT wird SUSE ein selbstständiges Unternehmen“, sagt Nils Brauckmann anlässlich der Pläne. „Das nächste Kapitel der SUSE-Geschichte beginnt und die Dynamik der letzten Jahre wird sich weiter erhöhen. Gemeinsam mit EQT werden wir von weiteren Investitionsmöglichkeiten profitieren und gleichzeitig ein Führungsteam haben, welches sich langfristigem profitablem Wachstum verschrieben hat und dabei stets den Erfolg von Kunden und Partnern in den Vordergrund stellt. Das Management-Team hat SUSE durch eine Phase deutlichen Wachstums geführt und wird die dynamische Entwicklung von SUSE künftig weiter erhöhen, durch Investitionen in Technologien und Verbesserung des Marktzugangs.“

SUSE-Potential im Open-Source-Markt

SUSE sieht sich gut aufgestellt, mit der Unterstützung von EQT seine Dynamik weiter zu erhöhen und den Fortschritt, der unter Micro Focus erzielt wurde, weiter auszubauen. Der Zeitpunkt für den Schritt in die Unabhängigkeit sei nach Ansicht des Unternehmens gerade optimal: Der Markt werde immer stärker von der Notwendigkeit zur digitalen Transformation der Unternehmen getrieben, die auf Open Source Software Defined Infrastructure (SDI) und Technologien zur Bereitstellung von Anwendungen beruht. Open-Source-Technologien und Lösungen rücken bei der Transformation der Unternehmen immer mehr in den Mittelpunkt. Mit einer langen Open-Source-Tradition, einer starken Marke und einer ganzen Reihe an marktführenden Infrastruktur- und Application-Delivery-Lösungen ist SUSE ideal positioniert, um von dieser Marktdynamik zu profitieren und einen enormen Mehrwert für Kunden und Partner zu schaffen. Weitere Investitionen und Unterstützung sollen es SUSE ermöglichen, fortlaufend zu expandieren und Innovationen voranzutreiben, um das Wachstum im Kerngeschäft sowie im Bereich neuer Technologien sowohl organisch als auch durch Zukäufe voranzutreiben.

SUSE blickt inzwischen auf 25 Jahre Softwaregschichte zurück. Das Unternehmen wurde 1992 in Fürth als „Gesellschaft für Software und Systementwicklung mbH“ gegründet. Mit einer Erweiterung der Linux-Distribution Slackware machte sich das deutsche Software-Startup schnell einen Namen in der noch jungen Open-Source-Szene. Etwa zehn Jahre nach Gründung wurde das inzwischen als SUSE Linux AG firmierende Softwareunternehmen 2003 vom Technologiekonzern Novell aufgekauft, in eine GmbH überführt und in das Vertriebsnetz des US-Konzerns integriert. Nach mehreren Mergern und Akquisen landeten schließlich sowohl Novell und die SUSE Linux GmbH 2014 beim britischen Software-Großunternehmen Micro Focus.

Im Einklang mit seiner 25-jährigen Geschichte will sich SUSE weiterhin für ein Open-Source-Entwicklungs- und Geschäftsmodell einsetzen und sich aktiv an Communities und Projekten beteiligen, um Unternehmen Open-Source-Innovationen als qualitativ hochwertige, zuverlässige und nutzbare Lösungen zur Verfügung zu stellen.

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