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Open-Source-Framework für schlanke Stateful-Anwendungen in großem Maßstab

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Stateful Functions ist ein Open-Source-Framework, das die Komplexität der Erstellung und Orchestrierung verteilter stateful Anwendungen reduziert. Es vereint die Vorteile der Stream-Verarbeitung mit Apache Flink und Function-as-a-Service (FaaS), um eine leistungsstarke Abstraktion für die nächste Generation von ereignisgesteuerten Architekturen bereitzustellen.
Stateful Functions ist ein Open-Source-Framework, das die Komplexität der Erstellung und Orchestrierung verteilter stateful Anwendungen reduziert. Es vereint die Vorteile der Stream-Verarbeitung mit Apache Flink und Function-as-a-Service (FaaS), um eine leistungsstarke Abstraktion für die nächste Generation von ereignisgesteuerten Architekturen bereitzustellen. (Bild: Ververica GmbH)

Ververica hat auf der Flink Forward Europe Konferenz die Einführung von Stateful Functions (statefun.io) bekannt gegeben. Das Open-Source-Framework reduziert die Komplexität der Erstellung und Orchestrierung von Stateful-Anwendungen im großen Maßstab. Stateful Functions ermöglicht es Benutzern lose gekoppelte, unabhängige Funktionen zu definieren, die konsistent und zuverlässig auf einem gemeinsamen Ressourcenpool interagieren können. Der Quellcode des Projekts ist unter Apache 2.0 als Open-Source-Beitrag lizenziert.

50% der serviceorientierten Unternehmen werden bis 2020 Stateful-Architekturen im Einsatz haben, so eine Prognose.1 Dennoch wird der Umgang mit Zustandsdaten in kontextsensitiven Anwendungen immer noch als eine der größten operativen Herausforderungen für Entwickler aufgeführt.

„Die Orchestrierung für zustandslose Berechnungen ist weit fortgeschritten, getrieben von Technologien wie Kubernetes und FaaS. Die meisten Angebote reichen jedoch für verteilte Anwendungen mit Zustandsdaten immer noch nicht aus. Die konsistente Handhabung von Zuständen und die zuverlässige Interaktion zwischen den Diensten stellt eine große Herausforderung für die Entwicklungsfreundlichkeit dar“, erklärte Stephan Ewen, Mitbegründer und CTO bei Ververica. „Stateful Functions ist ein großer Schritt, um dieses Problem zu überwinden und die nahtlose Zustandsverwaltung und Konsistenz moderner Stream-Verarbeitung hier ins Spiel zu bringen.“

Funktionsweise von Stateful Functions

Stateful Functions ist konzipiert als einfache, aber leistungsfähige Abstraktion, die auf Funktionen mit persistentem (und fehlertolerantem) Zustand basiert, die 1) asynchron miteinander interagieren und 2) zu komplexeren Funktionsnetzen zusammengesetzt werden können.

Dieser Ansatz erübrigt die Bereitstellung zusätzlicher Infrastrukturen für das Application State Management (z.B. Key-Value-Stores, Message Broker) und reduziert so den Betriebsaufwand und die Komplexität des Gesamtsystems. Ein weiterer Vorteil der Kernabstraktion ist, dass Funktionen keinen konstanten Ressourcenbedarf haben (d.h. keine Leerlaufzeiten aufweisen). Dieser Aspekt ist ein großer Vorteil, da verbrauchsbasierte Preismodelle zur Norm werden.

Das Framework zielt auf allgemeine Anwendungsfälle ab, die von Natur aus schwierig zu handhaben sind, da sie zustandsabhängig (stateful) sind, wie z.B.:

  • Asynchrone Anwendungsprozesse (z.B. Bestellung, Zahlung, Logistik)
  • Heterogene Event-Stream-Pipelines mit wechselnder Last (z.B. IoT Event Rule Pipelines)
  • Echtzeit-Kontext und -Statistiken (z.B. ML-Feature Assembly, Recommender)

Ververica wird weiterhin an Verbesserungen arbeiten, um Stateful Functions zu etablieren und zu steigern, wie z.B. die Unterstützung von Nicht-JVM-basierten Sprachen, detailliertere Beobachtungsfähigkeit und schnellere Wiederherstellungszeiten. Um mehr über Stateful Functions zu erfahren, und darüber, wie Sie Ihren an dem Projekt teilhaben können, besuchen Sie bitte die Projekt-Website unter statefun.io.

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