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Hardware Monitoring unter Microsoft Windows per SNMP

| Redakteur: Margit Kuther

Zur Fernüberwachung seiner Industrie- und Embedded-Systeme bietet DSM das Hardware-Monitoring-Programm DSMP2 an. Es erkennt Störungen frühzeitig, oftmals noch vor dem Ausfall einzelner Komponenten.

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Hardware Monitoring-Programm DSMP2 von DSM: Fernüberwachung von Industrie-PCs und Embedded-Systemen
Hardware Monitoring-Programm DSMP2 von DSM: Fernüberwachung von Industrie-PCs und Embedded-Systemen
(Bild: DSM )

Großformatige Displays zur Anzeige von Ankunft- und Abflugzeiten von Flugzeugen oder Zügen gehören zum alltäglichen Bild an Flughäfen oder Bahnhöfen. Die robusten Monitore mit Ansteuerelektronik sind leicht zu installieren und wartungsarm. Digital-Signage-Lösungen kommen darüber hinaus als digitale Beschilderungstafeln, Infoterminals und Werbe-Displays zum Einsatz. Ihre Inhalte reichen von Fahrgastführung, Informationen über Wetter und Aktien- oder Wechselkurse bis hin zur Werbung über aktuelle Produkte, die in der Einkaufszone angeboten werden.

Gerade in Bereichen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, in denen Besucher unterschiedlichster Kultur und Sprache angesprochen werden müssen, können flexible Displays eine Alternative zu teuren, gedruckten Plakaten sein. Die Anzeigesysteme sind netzwerkfähig, lassen sich jedoch auch via UMTS/GPRS kabellos mit Daten versorgen.

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Zur Ansteuerung der Großmonitore kommen Industrierechner zum Einsatz, die sich im Vergleich zu Desktop-PCs durch eine hohe Robustheit und einen zuverlässigen Dauerbetrieb auszeichnen. Doch bei jahrelangem Einsatz im 24/7-Betrieb kann auch einmal die beste Hardware mit höchster Qualität versagen. Dieser Fall tritt ein, wenn beispielsweise die Umgebungstemperatur aus dem zulässigen Bereich läuft oder ein Lüfter stark verschmutzt ist und den Rechner nicht mehr ausreichend kühlt.

Dauerhafte Überwachung der Systeme per Software

Die Fernwartung der Rechner kann das Hardware-Monitoring-Programm DSMP2 von DSM übernehmen, das permanent die wichtigsten Betriebsparameter der Systeme per Software überwacht. Mit DSMP2 lassen sich mögliche Störungen aller eingesetzten PCs frühzeitig – oftmals noch vor dem Ausfall einzelner Komponenten – erkennen, um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Die Folge ist eine höhere Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit. Das Plus an Sicherheit resultiert in niedrigeren Betriebskosten durch eine zustandsorientierte Wartung und weniger Systemausfälle.

Zur Abfrage des Zustands der einzelnen Hardwarekomponenten aus der Ferne eignet sich das Protokoll SNMP (Simple Network Management Protocol). Es dient zur Verwaltung und Steuerung von Netzwerkgeräten wie Systeme, Router, Switches und USVs und hat sich heute als Standard durchgesetzt. Das Protokoll ist für den Austausch von Verwaltungsinformationen, Status- und Statistikdaten zwischen dem Manager und den Agenten der einzelnen Netzwerkkomponenten zuständig. Die Kommunikation zwischen den Teilnehmern läuft vordefiniert ab. Der Manager sendet einen Request an einen Agenten, dieser führt den Befehl aus und schickt eine Antwort-Message zurück. Sollten unvorhergesehene Ereignisse eintreten, kann ein Agent Ereignismeldungen (Traps) an den Manager senden (siehe Abbildung oben).

Läuft auf der Hardware das Betriebssystem Linux, lässt sich der Zustand des Systems per SNMP einfach aus der Ferne abfragen. Anders sieht es mit Microsoft Windows aus, das in zahlreichen Anwendungen, u.a. auch in komplexen Anzeigesystemen, eingesetzt wird. Klaus Wöllert, Produkt Marketing bei DSM Computer, weiß: „Eine Fernabfrage per SNMP unter Windows war in der Vergangenheit für gängige Standardrechner nicht möglich. Einzelne Insellösungen gab es bislang nur für große Server-Installationen. Wir sind die ersten, die jetzt mit DSMP2 ein Hardware Monitoring unter Windows anbieten. Das Interesse unserer Kunden für eine Fernüberwachung per SNMP ist groß, und da es auf dem Markt kein Tool gab, haben wir eine geeignete Software geschrieben.“

Das Hardware-Monitoring-Programm läuft unabhängig von der Rechnerplattform und von den Einsatzgebieten der Systeme. DSMP2 kann zur Überwachung aller Industrie-PCs und Embedded-Systeme von DSM eingesetzt werden.

Systemkritische Parameter überwachen, Daten auswerten

Die Aufgaben der Monitoring Software umfassen die Abfrage der unterschiedlichen Betriebswerte des Rechners und das Aussenden von entsprechenden Zustandsmeldungen. Überwacht werden können systemkritische Parameter wie die Temperatur des Prozessors, des Mainboards und der Festplatten sowie die Drehzahl der unterschiedlichen, im Rechner verbauten Lüfter. Die Auswertung der Daten kann vom Benutzer selbst programmiert werden.

DSMP2 lässt sich kostenfrei von der Homepage von DSM herunterladen. Die Unterstützung ist online über das Support-Zentrum sichergestellt. Das Monitoring-Programm wurde für folgende Betriebssysteme konzipiert: Windows XP, 7, 8, Server 2008, Embedded 7 und höher. Als zentraler Server kann jedes SNMP-Überwachungsprogramm verwendet werden, z.B. Nagios, Icinga, HP OpenView, Microsoft Operations Manager und andere.

DSMP2 nutzt verschiedene Hardwaresensoren, z.B. für die Temperatur und die Drehzahl der Lüfter, die per SNMP permanent überwacht werden. Alle erkannten Hardwaresensoren werden mit ihrem Namen, dem aktuellen Wert und dem Mittelwert sowie Verwaltungsinformationen angezeigt. In einem definierten Zeitintervall aktualisiert der Agent alle Werte.

Über- bzw. unterschreitet ein Mittelwert der zur Hardwareüberwachung definierten Sensoren den im DSMP2 definierten Schwellwert, sendet der Agent entsprechende SNMP Traps. Die Traps lassen sich sehr genau steuern. Die Auslöse- und Rücksatzwerte der Traps sind individuell einstellbar. Es sind zwei Stufen vorgesehen: Warning und Critical. Es besteht die Möglichkeit, das System mit speziellen Werten statt mit den realen Werten zu testen, ohne Veränderung der Schwellwerte.

Rechtzeitig handeln und so größere Ausfälle vermeiden

Ein Beispiel verdeutlicht die Vorteile der Fernüberwachung eines Rechnersystems: Der Lüfter eines Rechners dreht sich nur noch mit 100 statt mit den geforderten 1000 Umdrehungen pro Zeiteinheit. Per SNMP wird ein Trap mit einer Warnmeldung versendet und angezeigt, dass der Lüfter zwar noch arbeitet, jedoch viel zu langsam. Damit besteht die Gefahr, dass die Betriebstemperatur im Rechnergehäuse ansteigt.

Doch bevor der Lüfter komplett ausfällt, kann bereits im Vorfeld – zu einem passenden Zeitpunkt – der defekte Lüfter ausgetauscht werden. Individuelle Anpassungen an spezielle Anwendungen ermöglichen es, mit dem Hardware-Monitoring-Programm DSMP2 nahezu beliebig große Systeme aus der Ferne über SNMP zu überwachen. Damit lässt sich die Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit der Rechner erhöhen. Erstmals steht jetzt für Rechnersysteme, die unter Windows laufen, eine kostenfreie Lösung zur Verfügung.

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