Nur noch aktiver Opt-Out Github verwendet ab Ende April 2026 Nutzerdaten für KI-Training

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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GitHub will ab dem 24. April 2026 Interaktionen mit Copilot auswerten, um eigene KI-Modelle zu verbessern. Bestand zuvor hierfür eine explizite Opt-In-Funktion, können betroffene Nutzer der Verwendung ihrer Daten nur noch per Opt-out widersprechen.

Im Mai 2025 wurde der KI-basierte Github Copilot Coding Agent offiziell gestartet. Für das weitere Training desselben sollen nun Github-Nutzerdaten und -interaktionen verwendet werden. Wer das nicht möchte, muss dies per aktiven Opt-Out unterbinden.(Bild:  Github)
Im Mai 2025 wurde der KI-basierte Github Copilot Coding Agent offiziell gestartet. Für das weitere Training desselben sollen nun Github-Nutzerdaten und -interaktionen verwendet werden. Wer das nicht möchte, muss dies per aktiven Opt-Out unterbinden.
(Bild: Github)

GitHub ändert seine Nutzungsbedingungen für Copilot und will ab dem 24. April 2026 Interaktionsdaten von Nutzerinnen und Nutzern für das Training eigener KI-Modelle verwenden. Betroffen sind die Tarife Free, Pro und Pro+.

Nach Darstellung des Unternehmens soll die Datennutzung dazu beitragen, Entwicklungsabläufe besser zu verstehen und präzisere sowie sicherere Code-Vorschläge zu erzeugen. GitHub verweist dabei auf interne Tests, die laut Unternehmen gezeigt hätten, dass sich die Qualität der Modelle durch solche Interaktionsdaten verbessern lasse.

Welche Daten erfasst werden

Im Einzelnen will GitHub folgende Daten verwenden:

  • private Repositories während der Nutzung;
  • akzeptierte oder geänderte Ausgaben von Copilot;
  • an Copilot gesendete Eingaben einschließlich Code-Snippets;
  • Code-Kontext um die Cursorposition herum;
  • Kommentare und Dokumentation;
  • Dateinamen und Repository-Strukturen;
  • Navigationsmuster;
  • Interaktionen mit Copilot-Funktionen wie Chat oder Inline-Vorschlägen; sowie
  • Feedback zu Vorschlägen wie Daumen rauf oder runter.

Ausgenommen sind nach Unternehmensangaben:

  • Inhalte aus Issues und Diskussionen;
  • private Repositories, wenn sie gerade nicht benutzt werden, also „at rest“;
  • Business- und Enterprise-Tarife; und
  • Studierende und Lehrkräfte, die den Pro-Tarif kostenlos nutzen.

Der Widerspruch ist über die GitHub-Einstellungen unter „Copilot/Features“ möglich. Dort lässt sich die Option zur Nutzung der Daten für das KI-Training deaktivieren.

Community reagiert mit Kritik

GitHub verweist in diesem Zusammenhang auf vergleichbare Regelungen bei Microsoft, Anthropic und JetBrains. Kritik kommt vor allem aus der Community. Beanstandet wird unter anderem, dass sich der Widerspruch nicht auf einzelne Repositories beschränken lässt. Stattdessen ist nur eine kontoweite Entscheidung möglich, also ein vollständiges Ja oder Nein zur Datennutzung.

GitHub und Microsoft erklären, dass die erhobenen Informationen nur innerhalb der eigenen Unternehmensgruppe verwendet und nicht an externe Modellbetreiber oder Hosting-Anbieter weitergegeben werden sollen. Zugriff hätten demnach nur autorisierte Beschäftigte, die an Modellverbesserung, Sicherheit sowie an Protokoll- und Auditprozessen arbeiten. Nach Angaben des Unternehmens gibt es außerdem mehrere Schutzmechanismen, um sensible Inhalte wie API-Schlüssel, Passwörter, Tokens und personenbezogene Daten herauszufiltern. (sg)

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