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Software-Monetarisierung

Gerätehersteller werden zu Softwareanbietern – oder obsolet

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IoT und kontinuierliche Verbesserungen

IoT-basierte Applikationen setzen oft auf die Philosophie umsetzungsorientierter Kennzahlen und Messgrößen, aus deren Analyse man Entscheidungen zur Verbesserung ableiten kann. Es gibt viele reale Beispiele, bei denen eine Datenerfassung und Analyse zu eindrucksvollen Verbesserungen bei Unternehmen geführt hat.

Analysten von Frost & Sullivan fanden beispielsweise heraus, dass 82 Prozent der Unternehmen, die einen intelligenten Fertigungsprozess implementiert haben, auch die Effizienz ihres Produktentwicklungsprozesses steigern konnten. Viele verzeichnen zudem durch die Einführung von IoT-Techniken in ihre Fertigungslinien eine Zunahme des Produktionsausstoßes, der nicht selten bei 20 bis 30 Prozent liegt.

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Es gibt außerdem einen Trend weg von statischen Vorab-Verkäufen hin zu Abonnement-basierten Preisgestaltungsmodellen, Pay-per-Use-Abrechnungen und bedarfsgerechter Feature-Aktivierung. Anbieter profitieren von der nutzungsbasierten Abrechnung durch einen vorhersehbaren und in der Regel höchst stabilen Cashflow, den klassische SaaS-Anbieter (SaaS: Software as a Service) schon seit einigen Jahren genießen.

Da zudem nur die tatsächliche Nutzung in Rechnung gestellt wird, werden Unternehmen auch dazu ermutigt, zusätzliche Features zu erproben oder ihre Pakete upzugraden, die sie sonst normalerweise niemals käuflich erworben hätten. Anbieter jeder Größe und aus jedem vertikalen Markt entwickeln deshalb zunehmend flexiblere Lizenz- und Preisgestaltungsmodelle. Es sind also nicht nur Unternehmen wie Adobe, Cisco Systems und Microsoft in Richtung softwarezentrierter Geschäftsmodelle unterwegs, sondern auch viele kleinere Unternehmen mit Spezial- oder Nischenprodukten, die die Vorteile der flexiblen Preis- und Angebotsgestaltung nutzen wollen.

Flexibilität bei Feature-Bundles und Lagerware

Anbieter von Hardware und Embedded-Systemen wissen, dass ihre Kunden nur so viel vom Produkt erwerben und bezahlen wollen, wie sie tatsächlich brauchen. Wenn Hardwareunternehmen anfangen, ihre Produkte auf die gleiche Weise wie Software-unternehmen zu bauen, zu lizenzieren und zu monetarisieren, sind sie zunehmend besser aufgestellt, den Prozess der Bereitstellung und Parametrierung von Features zu automatisieren, was dem Bedarf der Kunden oder Endanwender, unmittelbare Lösungen zu erhalten, entgegenkommt.

Mit Hilfe von Softwarearchitekturen lässt sich hier ein hohes Maß an Flexibilität erreichen, das heute auch zunehmend von einer mehr und mehr standardisierten Hardware unterstützt wird. Das Ergebnis: bessere Produkte, niedrigere Forschungs- und Entwicklungskosten sowie eine höhere Differenzierung vom Wettbewerb durch Software.

Aufgrund der Wachstumschancen, die sowohl durch die objektive Analysen von Marktforschern als auch durch Best-Practice-Beispiele belegbar sind, sollten sich Unternehmen offensiv in Richtung Software-basiertes Feature-Management, nutzungsbasierte Preisgestaltungen und virtualisierungsfreundliche Cloud-Architekturen bewegen.

Moderne Systemlösungen zur Software-Monetarisierung unterstützen Anbieter dabei umfassend. Gleichzeitig bieten sie den Zusatznutzen, Herausforderungen wie den Schutz vor IP-Diebstahl, Produktfälschung und Umsatzverlusten meistern zu können, die bei Software-basierten Produkten unweigerlich auftreten.

* Ansgar Dodt ist Vice President für den Bereich Global Sales – Software Monetization bei Gemalto.

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