Suchen

Werkzeuge

Durchgängige Entwicklungsplattformen für Embedded-Software

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Im Prinzip würde der Anbieter ein einheitliches Board Support Package (BSP) und eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung stellen und damit alle Produkte auf einem bestimmten Board unterstützen. Alle Ressourcenkonflikte wären behoben, und der Entwickler hätte eine umfassende Softwareplattform, die komplett portiert und frei von Interoperabilitätsproblemen wäre und von einem einzigen Anbieter unterstützt würde.

Die X-Ware-Plattform – ein integriertes Fundament

Bild 3: Das Renesas RZ/A1 RSK ist ein ausgezeichnetes Hardware-Entwicklungsboard mit CPU, LCD-Touchscreen, USB und Ethernet.
Bild 3: Das Renesas RZ/A1 RSK ist ein ausgezeichnetes Hardware-Entwicklungsboard mit CPU, LCD-Touchscreen, USB und Ethernet.
(Bild: Express Logic)

Als Antwort auf diese Herausforderungen, denen sich Embedded-Entwickler auf der ganzen Welt gegenübersehen, hat Express Logic zusammen mit Renesas Electronics die X-Ware-Plattform entwickelt. Dieses umfassende, integrierte und auf das Zielsystem abgestimmte Entwicklungssoftware-Paket enthält sämtliche vertrauten X-Ware-Komponenten von Express Logic (ThreadX, NetX, USBX, FileX, GUIX und TraceX), fertig portiert und vollständig integriert für den Einsatz auf dem Cortex-A9-basierten Entwicklungs-Board RZ/A1H RSK von Renesas.

Die RZ/A-Familie von Renesas ist eine ARM Cortex A9-basierte Embedded-MPU-Lösung mit bis zu 10 MB Embedded-SRAM auf dem Chip, die hochgradig optimierte Systemkosten und Leistung für jedes HMI-System bietet. RZ/A ist als Hybridlösung zwischen MCU und MPU konzipiert, verbindet ihre Vorteile und benötigt keinen externen Speicher. Die Integration der ThreadX-RTOS- und Middleware-Komponenten mit dem Renesas-Board RZ/A1H RSK ergibt eine Plattform für eine einfachere und zügigere IoT-Entwicklung.

Produkte für IoT-Anwendungen erfordern meist ein RTOS, eine Netzwerkanbindung, Grafikdisplays und ein Dateisystem sowie USB und weitere Middleware. Eine IoT-Entwicklungsplattform benötigt außer dem RTOS auch robuste IPv4/IPv6 TCP/IP-Netzwerkfunktionen und USB Host/Device-Support (siehe nebenstehenden Kasten „Wichtige USB-Klassen und Netzwerkprotokolle“).

Viele IoT-Produkte besitzen heute Touchscreen-LCDs für die Interaktion mit dem Anwender. Für die HMI-Entwicklung ist deshalb ein robustes Framework nötig, das neben Rapid Prototyping und automatischer Code-Generierung alle erforderlichen Gerätetreiber mitbringen muss, auf die aus den Applikationen über ein einfaches und intuitives API zugegriffen werden kann (Bild 4).

Bild 4: Ein PC-basiertes GUI-Designwerkzeug vereinfacht das Grafikdesign und das Layout und kann automatisch den C-Code für einen PC oder die jeweilige Ziel-Hardware generieren.
Bild 4: Ein PC-basiertes GUI-Designwerkzeug vereinfacht das Grafikdesign und das Layout und kann automatisch den C-Code für einen PC oder die jeweilige Ziel-Hardware generieren.
(Bild: Express Logic)

Wie hoch ARM selbst den Nutzen einer solchen Plattform einschätzt, erklärt Richard York, Vice President of Embedded Marketing bei ARM: „Mit mehr als 2 Milliarden Deployments in den letzten 17 Jahren hat Express Logic eine solide Basis für viele Entwickler geschaffen, die ARM-basierte Systeme auf den Markt bringen. Die Erweiterung des RTOS ThreadX durch Middleware-Tools zur X-Ware-Plattform verspricht Vorteile in Bezug auf die Markteinführungszeit für all jene, deren Arbeitsgebiet echtzeitfähige Industrie- und Embedded-Anwendungen sind.”

(ID:43101390)