Report von Atlassian Drei aktuelle Trends im Software Development

Von Martin Hensel

Der „State of the Developer Report“ des Agile-Spezialisten Atlassian zeigt drei aktuelle Trends der Softwareentwicklung auf. Zudem hält er fest, was die Developer selbst zu diesen Themen sagen.

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Im "State of the Developer Report" befasst sich Atlassian mit aktuellen Trends.
Im "State of the Developer Report" befasst sich Atlassian mit aktuellen Trends.
(Bild: Screenshot / Atlassian)

Softwareentwickler zählen derzeit zu den begehrtesten Fachkräften am Jobmarkt. Firmen sollten daher für sie optimale Arbeitsbedingungen schaffen – ansonsten sind die begehrten Mitarbeiter möglicherweise schnell wieder verschwunden. Im Rahmen des „State of the Developer Reports“ blickt Robert Krohn, Head of Agile and DevOps Engineering von Atlassian, auf aktuelle Trends und erklärt, welche Schlüsse Führungskräfte daraus ziehen sollten.

YBIYRI gewinnt an Bedeutung

Laut dem Report setzt sich das Prinzip „You built it, you run it“ (YBIYRI) langsam durch. In Deutschland arbeiten mittlerweile mehr als die Hälfte aller Software-Development-Teams (57 Prozent) auf diese Weise. Etwa ein Drittel davon (34 Prozent) hat diesen Ansatz erst kürzlich eingeführt. Beim YBIYRI-Prinzip bleiben Softwareentwickler auch im Anschluss für ihr Produkt verantwortlich. Unternehmen können damit unter anderem die Kluft zwischen Entwicklung und Operations schließen.

YBIYRI verändert aber auch die Teamstruktur: Die befragten Entwickler sehen dabei zwei Tendenzen, je nachdem, ob das Konzept neu eingeführt wurde oder schon länger im Einsatz ist. Im ersten Fall werden vor allem neue Front-End- und Back-End-Developer sowie Security Engineers, Solution Architects und Projektmanager eingestellt. Im zweiten Fall sind es vor allem Netzwerk-, Hardware- und DevOps-Engineers. Unternehmen sollten deshalb genau darauf achten, wie sie ihr Team im Zuge der Umsetzung oder des Ausbaus von YBIYRI erweitern.

Zu viele Tools sind nicht immer das Problem

Laut dem Atlassian-Report sollten sich Unternehmen grundsätzlich immer wieder mal die Frage stellen, wie viele Tools zu viele sind. Dies stellt sicher, dass Mitarbeiter effektiv arbeiten können nicht im Tool-Chaos versinken. Die Studie zeigt, dass die Hälfte der deutschen Entwickler (50 Prozent) sieben verschiedene Tools oder mehr nicht. 58 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Team im Laufe der Zeit den Stack um weitere Tools ergänzt.

Die Studie zeigt aber auch, dass Entwickler vor allem Wert auf flexible und adaptive Tools legen, die ihre Arbeit vereinfachen – auch, wenn dadurch die Toolchain wächst. Sie sind in diesem Fall insgesamt zufriedener mit ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten als Developer mit stabiler Toolchain. Führungskräfte sollten laut Atlassian deshalb immer auf dem Laufenden sein, was die Branche zu bieten hat, und ihren Mitarbeitern die nötigen flexiblen Tools zur Verfügung stellen.

Autonomie sorgt für Zufriedenheit

Deutsche Softwareentwickler genießen im internationalen Vergleich eher wenig Autonomie in ihrem Arbeitsalltag. Während weltweit die Hälfte (50 Prozent) aller Befragten eine hohe Autonomie verzeichnet, liegt dieser Anteil in Deutschland bei mageren 29 Prozent.

Laut Atlassian ist das Problem, dass Developer mit hoher Autonomie insgesamt mit ihrer Rolle deutlich zufriedener sind, obwohl diese oft sehr komplex ist. In Deutschland machen Entwickler mit einem mittleren oder niedrigen Maß an Autonomie immerhin 39 Prozent aus und stellen damit die größte Gruppe unter den Developern. Der Report rät Führungskräften deshalb, ihren Mitarbeitern nach Möglichkeit mehr Autonomie zu gewähren. Dadurch steigen Motivation und Leistung, was sich wiederum positiv auf Schnelligkeit und Agilität des Teams auswirkt.

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