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Platz 7: Chef
Eigentlich sind Programme nichts anderes als Kochrezepte. Das muss sich David Morgan-Mar gedacht haben, von dem auch die Programmier"sprache" Piet stammt - und so erschuf er die Programmiersprache "Chef", zu Deutsch "Chefkoch".
Zu Beginn werden die Bestandteile des Rezepts, pardon - des Programms - aufgelistet, und zwar mit Mengenangaben. Diese können metrischer Art sein (112 Gramm, 50 Milliliter), müssen es aber nicht - auch Angaben wie "ein Eßlöffel" oder "eine Teetasse voll" werden akzeptiert.
Nach dieser Auflistung folgen die eigentlichen Anweisungen. Die Daten werden in der Rührschüssel ("mixing bowl") manipuliert und je nach Befehl (zum Beispiel "mix" oder "stir") verarbeitet.
Am Ende folgt eine Anweisung, wieviele Portionen serviert werden sollen (zum Beispiel "Serves 1").
Ein "Hallo Welt"-Programm in Chef ist hier zu finden.
Platz 6: Whitespace
In jeder Programmiersprache, ja sogar in jeder Sprache überhaupt, werden in der Regel nur die Zeichen interpretiert - der Weißraum dazwischen wird nicht beachtet.
Die Programmiersprache Whitespace, die von Edwin Brady und Chris Morris entworfen wurde, dreht dieses Prinzip um. Hier sind ausschließlich die Leerschritte, Tabulatorzeichen und Zeilenumbrüche von Bedeutung.
Das heißt: Grundsätzlich kann sich in einem ganz normalen Text ein Whitespace-Programm befinden. Sogar ein in einer anderen Programmiersprache verfasster Code kann prinzipiell ein Whitespace-Programm enthalten.
Die Sprache basiert darauf, dass einem Leerzeichen der Wert 0 und dem Tabstop der Wert 1 zugewiesen ist. Auf diese Weise lassen sich Programmstrukturen eingeben.
Als Vorteil der Sprache gilt, dass beim Ausdrucken des Quellcodes Tinte eingespart werden kann. Mit der Lesbarkeit der Ausdrucke hapert es aber freilich noch.
Lesen Sie weiter: Intercal und Malbolge
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