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Das kann Windows 10 IoT Core

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Nico Litzel

Mit Windows 10 IoT Core bietet Microsoft eine Windows-10-Version für das Internet der Dinge.
Mit Windows 10 IoT Core bietet Microsoft eine Windows-10-Version für das Internet der Dinge. (Bild: T. Joos)

Mit Windows 10 IoT Core stellt Microsoft eine Windows-10-Version zur Verfügung, die für Geräte ohne Monitor entwickelt wurde. Da auch diese Version die Universal Windows Platform nutzt, ist deren Einsatzgebiet sehr flexibel.

Bei Windows 10 IoT handelt es sich um eine spezielle Windows-Variante für sehr kleine PCs, wie zum Beispiel Raspberry Pi. Windows 10 IoT Core unterstützt ARM-Geräte und X86/x64-Geräte. Windows 10 IoT Core verwaltet 256 MByte Arbeitsspeicher und maximal zwei GByte Speicherplatz.

Die Einrichtung erfolgt über das kostenlos verfügbare Windows 10 IoT Dashboard. Über das Dashboard wird eine SD-Karte mit Windows 10 IoT Core erstellt, mit der wiederum kleinere PCs wie der Raspberry Pi gestartet werden können. Microsoft unterstützt bei der Einrichtung von Geräten mit Windows 10 IoT Core Quickstart.

UWP-Apps nutzen

Der große Vorteil von Windows 10 IoT Core besteht vor allem darin, dass die Lösung problemlos in Windows-Netzwerke eingebaut werden kann und auf diesem Weg auch Daten zu Ressourcen in Microsoft Azure übertragen kann. Windows 10 IoT arbeitet in diesem Bereich daher mit Microsoft Azure IoT zusammen. Auf Geräten können Windows-10-Apps installiert werden, welche Windows 10 IoT und die zu Grunde liegende Hardware nutzen können.

Geräte mit Windows 10 IoT Core starten keinen Desktop, unterstützen aber natürlich dennoch eine grafische Oberfläche. Dazu müssen Entwickler eine App definieren, die das Gerät automatisch starten soll. Generell unterstützt Windows 10 IoT Core auch Cortana. Allerdings ist der Sprachassistent nicht automatisch integriert, sondern muss über das Cortana Devices SDK eingebunden werden.

Integration in Azure und ML

Durch die Zusammenarbeit mit Microsoft Azure und Azure IoT lassen sich Geräte mit Windows 10 IoT auch in Big-Data-Umgebungen integrieren. Aber auch wenn es darum geht, Ressourcen im Unternehmen, wie Besprechungsräume und andere Dinge, zu planen, kann es sinnvoll sein auf Windows 10 IoT Core zu setzen. Geräte mit Windows 10 IoT Core können Mitglied in Azure Active Directory werden. Wer seine IoT-Geräte an lokale Active-Directory-Gesamtstrukturen anbinden will, muss auf Windows 10 IoT Core Enterprise setzen.

Auch Apps, die Machine Learning nutzen, sind mit Windows 10 IoT Core möglich. So lassen sich auch Roboter-Lösungen umsetzen. Auf dem Roboter läuft Windows 10 IoT Core, um Befehle umzusetzen, die Verarbeitung der Daten erfolgt im Microsoft-Azure-Rechenzentrum. Ein Beispiel ist Misty II von Misty Robotics.

Weitere Beispiele sind Smartwatches für Unternehmen, zum Beispiel zur Inventur, oder zum Abfragen von Daten. Die eigentlichen Daten werden im Rechenzentrum verarbeitet die Geräte werden mit WLAN über Windows 10 IoT Core an das Rechenzentrum angebunden. Weitere Beispiel sind Smart-Home-Geräte oder mobile Endgeräte in der Logistik.

Windows 10 IoT Core Services

Zusätzlich zu Windows 10 IoT Core bietet Microsoft noch Windows 10 IoT Core Services. Dabei handelt es sich um ein Cloud-Services-Abonnement, das Dienste bereitstellt, die für die Vermarktung eines Geräts auf Windows 10 IoT Core hilfreich sind. Durch dieses Abonnement haben OEMs Zugang zu zehn Jahren Support für Windows 10 IoT Core Long Term Servicing Channel (LTSC) Releases sowie Dienstleistungen zur Veröffentlichung von Geräte-Updates. Microsoft ist eine Partnerschaft mit NXP eingegangen, um Windows 10 IoT Core auf Prozessoren der i.MX 6, 7 und 8M Serie zu unterstützen.

Die Dienste sind auch hilfreich wenn es darum geht, viele Geräte mit Windows 10 IoT Core zu aktualisieren. Mit Windows Device Update Center lassen sich Geräte-Updates erstellen, bündeln und deren Verteilung verwalten. Dadurch lassen sich Windows 10 IoT-Core Geräte auch mit Windows-Updates versorgen.

Windows IoT Enterprise für große Netzwerke

Die Installation von Windows 10 IoT Core auf einer SD-Karte erfolgt mit einem Assistenten.
Die Installation von Windows 10 IoT Core auf einer SD-Karte erfolgt mit einem Assistenten. (Bild: T. Joos)

Neben Windows 10 IoT Core bietet Microsoft für große Unternehmen auch noch Windows 10 IoT Enterprise an. Im Gegensatz zu Windows 10 IoT Core kann Windows 10 IoT Enterprise mit der herkömmlichen Windows-Shell arbeiten. Geräte mit Windows 10 IoT Core können nur Apps starten, ohne eine eigene Windows-Shell zu bieten. Windows 10 IoT Core Enterprise unterstützt 32-Bit-Anwendungen. Geräte mit Windows 10 IoT Enterprise können Mitglied in Active-Directory-Gesamtstrukturen werden, genauso wie bei Azure Active Directory. Geräte mit Windows 10 IoT Enterprise unterstützen bis zu zwei GByte Arbeitsspeicher und 16 GByte Storage. Dadurch können mit Windows 10 IoT Enterprise wesentlich größere Geräte genutzt werden.

Windows 10 IoT Enterprise kann, neben herkömmlichen Mobile-Device-Management-Lösungen (MDM) auch mit anderen Produkten verwaltet werden. Auch System Center Configuration Manager kann Windows 10 IoT Enterprise verwalten, das ist mit Windows 10 IoT nicht möglich.

Sicherheit mit Windows 10 IoT

Geräte, auf denen Windows 10 IoT installiert ist, erhalten ähnliche Sicherheitsfunktionen, wie die Desktop-Versionen von Windows 10. Dazu gehören Secure Boot, die Unterstützung für Trusted Plattform Module (TPM), Device Guard und die Windows Firewall. Auch Device Health Attestation ist integriert. Windows 10 IoT Enterprise unterstützt zusätzlich noch Microsoft Defender Advanced Threat Protection, den cloudbasierten Malware-Schutz in Windows 10.

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Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Bigdata-Insider.de.

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