Entwicklungsplattformen

Das Internet der Dinge für Entwickler greifbar machen

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In diesem Fall sind die landwirtschaftlichen Maschinen des Smart Farmers mit der ThingWorx-Plattform verknüpft. Da aber auf dem Feld keine Datenverbindung besteht, weil das Hochladen der Informationen über ein Mobilfunknetz zu teuer wäre, erfolgt die Datenübertragung im Geräteschuppen, der mit WLAN ausgestattet ist. „Das Nutzungsmodell erlaubt es, die Lösung auf dreierlei Weise zu verwenden: In der Cloud, im eigenen Firmennetzwerk oder auf dem Gerät selbst“, erläutert ThingWorx-Gründer Fadel. Auf dem Gerät selbst könne ein autonomes Modul laufen, das sich bei Gelegenheit wieder mit der Lösungsarchitektur verknüpfe.

Vielseitigkeit bei Anbindung von Geräten

Smart Cooling: Bei dieser Anwendung wird die ThingWorx-Plattform für die Lebensmittellogistik herangezogen. Die Position der Transporte, die Kundenadressen und der technische Zustand der Kühlräume lassen sich auf diese Weise visualisieren.
Smart Cooling: Bei dieser Anwendung wird die ThingWorx-Plattform für die Lebensmittellogistik herangezogen. Die Position der Transporte, die Kundenadressen und der technische Zustand der Kühlräume lassen sich auf diese Weise visualisieren.
(Bild: PTC)

Als Grundlage für die ThingWorx-Architektur dient Java. Es gibt aber die Möglichkeit, Geräte anzubinden, deren Firmware in anderen Sprachen entwickelt wurde. Das Dashboard, das die Daten auf den Clients visualisiert, wird mit HTML5 realisiert. Das ermöglicht es, eine große Bandbreite an Geräten als Clients einzusetzen – konventionelle PCs, Smartphones und Tablets. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, dem Dashboard die Anmutung einer nativen Applikation für Apples iOS und Android zu geben.

Protokolle von Fremdherstellern für die Datenübermittlung können übersetzt werden, so dass die Anbindung von Dingen, die ein spezifisches Protokoll verwenden, kein Problem darstellt. „Viele Unternehmen aus dem Hausgerätebereich arbeiten mit Firmen zusammen, die ihnen dabei helfen, Cloud-Services einzurichten. Die kümmern sich um die Protokolle und die Geräte und entwickeln einen Service, der es erlaubt, auf das Gerät zuzugreifen und eine App dafür zu programmieren“, erläutert der ThingWorx-Gründer.

Zu den Unternehmen, die in solche Cloud-Lösungen investieren, zählen der Hausgerätehersteller Whirlpool, Samsung sowie Hersteller von Thermostaten wie Honeywell und das jüngst von Google übernommene Nest. „Wir unterhalten Partnerschaften mit vielen Firmen, die Cloud-Lösungen bauen. Sie entwickeln Protokolle und Geräte mit geringem Footprint und sichern den Datentransport in die Cloud, aber sie machen eigentlich keine Apps. Und das ist einer der Wege, wie wir an die Daten kommen.“

Ein Punkt, der viele Firmen zögern lässt, in das Internet der Dinge einzusteigen, ist die Frage nach dem Datenschutz und der Datensicherheit. Für Fadel ist diese Zurückhaltung verständlich. „Als die Berichte über die NSA an die Öffentlichkeit kamen, nahmen die Bedenken stark zu. Das nehmen wir ernst.“ Er versichert daher, dass die Aspekte Datenschutz und -sicherheit von Grund auf bei der Konzeption der Plattform berücksichtigt wurden. „Mit unserer Lösung können Sie eine völlig sichere IoT-Umgebung bauen. Sie können die Lösung so gestalten, dass sie auf Ihr eigenes Netz beschränkt bleibt. Alle Daten sind zudem verschlüsselt gespeichert.“

Naben dem Thema Sicherheit ist der Applikationsbaukasten von ThingWorx entscheidend für die Akzeptanz der Plattform. „Wir haben uns die Probleme bei der Entwicklung von IoT-Applikationen angesehen. Und wir wollten diese Mühe auf ein Zehntel reduzieren“, erklärt Fadel seine Intention. „Unsere Grundidee lautet: Probiere es aus. Wenn es dir nicht gefällt, dann hast du nur wenig Zeit darauf verwendet.“

PTC erläutert die ThingWorx-Plattform in drei fünftägigen Kursen in Unterschleißheim (6.-10. Oktober, 3.-7. November und 24.-28. November). Näheres im Web auf den Seiten der PTC University. Darüber hinaus wird die Plattform im Rahmen des IoT-Kongresses am 7. Oktober ausführlich vorgestellt.

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