Suchen

Automatisiertes Fahren: Daimler und Nvidia kooperieren bei Software-Architektur

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Mercedes und Nvidia kooperieren bei der Entwicklung eines fahrzeuginternen Computersystems sowie einer KI-Computing-Infrastruktur. Ab 2024 soll die neue Technologie in allen Mercedes-Baureihen eingeführt werden, um Fahrzeuge der nächsten Generation mit upgrade-fähigen, automatisierten Fahrfunktionen auszustatten.

Firmen zum Thema

Die neue Plattform soll automatisiertes Fahren auf dem neuesten Stand der Technik ermöglichen.
Die neue Plattform soll automatisiertes Fahren auf dem neuesten Stand der Technik ermöglichen.
(Bild: Daimler)

Die Software-definierte Architektur basiert auf Nvidia Drive und wird in allen künftigen Fahrzeugen von Mercedes zum Standard gehören, um moderne automatisierte Fahrfunktionen zu ermöglichen. Ein Ziel wird sein, regelmäßige Strecken automatisiert zu fahren. Zusätzlich wird es zahlreiche weitere Sicherheits- und Komfortanwendungen geben. Die Idee: Kunden können Software-Anwendungen und Abonnement-Dienste via Over-the-Air-Updates über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs kaufen und hinzufügen.

Das System-on-Chip (SoC), genannt Orin, basiert auf der kürzlich angekündigten Nvidia Ampere-Supercomputing-Architektur. Die Nvidia Drive-Plattform umfasst einen vollständigen Systemsoftware-Stack, der speziell für die automatisierte Steuerung von KI-Anwendungen entwickelt wurde. Nvidia und Mercedes-Benz wollen gemeinsam KI-Anwendungen und automatisierte Funktionen entwickeln, die SAE Level 2 und 3-Stufen sowie automatisierte Parkfunktionen (bis Level 4) umfassen.

Der Fokus des neuen Systems wird auf dem Thema Sicherheit liegen. Mit der Entwicklung der Technologie und bei Vorliegen des entsprechenden Rechtsrahmens soll jedes Auto neue automatisierte Fahrfunktionen via Over-the-Air-Updates bekommen können. Sicherheits- und Komfortfunktionen werden somit ebenfalls verfügbar sein.

Beide Unternehmen wollen die Infrastrukturlösungen von Nvidia Drive nutzen, um sowohl eine datengesteuerte Entwicklung als auch die Nutzung von tiefen neuronalen Netzen zu ermöglichen. Damit soll den Anforderungen der jeweiligen Regionen und Betriebsbereiche entsprochen werden, in denen die Fahrzeuge verfügbar sein werden.

(ID:46676324)