Suse Industrial Edge Suse stellt eigene IoT-Plattform vor

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Mit Suse Industrial Edge möchte der Anbieter der gleichnamigen Linux-Distribution Sensorik, Operational Data und Enterprise Intelligence in einer offenen IoT-Plattform für industrielle Edge-Umgebungen bieten.

Zentrale Plattform: Industrial Edge möchte eine Vielzahl an Branchen und Anwendungsfällen adressieren.(Bild:  Suse)
Zentrale Plattform: Industrial Edge möchte eine Vielzahl an Branchen und Anwendungsfällen adressieren.
(Bild: Suse)

Suse erweitert sein Edge-Portfolio um Suse Industrial Edge, eine speziell für industrielle IoT-Szenarien entwickelte Plattform. Das Angebot basiert auf der Technologie von Losant, dessen Übernahme Suse im Februar 2026 abgeschlossen hat. Ziel ist eine durchgängige, offene Edge-Architektur, die Daten aus industriellen Umgebungen dort nutzbar macht, wo sie entstehen: an Maschinen, Sensoren, Anlagen und verteilten Standorten.

Vom Tiny Edge bis zur Enterprise Intelligence

Während Suse im Near Edge und Far Edge bereits stark positioniert ist, adressiert Industrial Edge nun die Ebene des Tiny Edge. Dort entstehen die Rohdaten, die für Prozessoptimierung, Zustandsüberwachung, Anomalieerkennung und standortübergreifende Analysen entscheidend sind. Genau an dieser Stelle setzt die Plattform an und verbindet operative Daten mit zentraler Transparenz für IT, OT und Management.

In vielen Unternehmen sind IoT-Installationen historisch gewachsen. Produktionslinien, Gebäude, Schiffe, Retail-Standorte oder Smart Offices arbeiten oft mit eigenen Protokollen, Dashboards und Datenmodellen. Suse Industrial Edge soll diese Fragmentierung reduzieren, indem es Daten aus heterogenen Quellen normalisiert und in einer einheitlichen Sicht verfügbar macht.

Protokollagnostisch, offen und erweiterbar

Die Losant-Architektur, die Suse vor zwei Monaten eingekauft hat, bringt dafür die zentralen Bausteine mit. Dazu zählen Konnektoren, MQTT-basierte Kommunikation, Workflow-Visualisierung, Datenbanken und Integrationsmechanismen. Unterstützt werden unterschiedliche Quellen und Systeme, etwa OPC UA, Siemens, Beckhoff, HVAC-Systeme, Retail-Kioske, Computing-Systeme oder Schiffsmotoren. Für Operations-Teams bedeutet das weniger Integrationsaufwand und schnelleren Zugang zu verwertbaren Echtzeitdaten.

Ein Schwerpunkt liegt auf No-Code- und Low-Code-Workflows, vorgefertigten Anwendungsvorlagen und zentralen Dashboards über mehrere Ebenen hinweg. So lassen sich Anomalien automatisiert melden, Anlagenzustände vergleichen und operative Prozesse schneller anpassen. Die Plattform richtet sich damit nicht nur an Entwicklerteams, sondern auch an Fachbereiche, die Prozesse kontinuierlich verbessern müssen.

Strategisch ordnet Suse Industrial Edge das industrielle IoT stärker in ein offenes Edge- und AI-Ökosystem ein. Suse will sich in der Linux Foundation Margo Initiative für Interoperabilität und Standardisierung engagieren und die Losant-Technologie künftig Open Source stellen. In Verbindung mit Suse AI entstehen damit Perspektiven für intelligente Edge-Workloads, etwa agentenbasierte Workflows oder per Chatbot abrufbare Analysen und Kennzahlen.(sg)

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