Zephyr RTOS 4.1 Performance-Boost, neue Toolchain-Unterstützung und Rust-Integration

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Das Zephyr Project hat die Verfügbarkeit von Zephyr RTOS 4.1 angekündigt. Zu den herausragenden Eigenschaften zählen eine verbesserte Geschwindigkeit, experimentelle IAR-Toolchain- und Rust-Unterstützung sowie Support für 70 neue Boards.

Das Zephyr RTOS verspricht in der neuen Version 4.1 mehr Geschwindigkeit, IAR- und Rust-Support sowie erweiterte Hardware-Unterstützung.(Bild:  Vogel Communications Group)
Das Zephyr RTOS verspricht in der neuen Version 4.1 mehr Geschwindigkeit, IAR- und Rust-Support sowie erweiterte Hardware-Unterstützung.
(Bild: Vogel Communications Group)

Zephyr RTOS 4.1 bringt bedeutende Verbesserungen in der Echtzeitperformance und optimiert das gesamte Betriebssystem für eine effizientere Nutzung auf eingebetteten Systemen. Ein neuer Benchmark-Mechanismus erleichtert die Bewertung der Systemleistung und ermöglicht Entwicklern den direkten Vergleich mit anderen Open-Source-RTOS.

Die neuesten Optimierungen schließen bestehende Performance-Lücken und verbessern die Geschwindigkeit von Thread-Management, Speicherverwaltung und Synchronisationsmechanismen. Dies verspricht, Zephyr zu einer noch attraktiveren Wahl für leistungssensible Anwendungen zu machen.

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Hinzu kommt die experimentelle Unterstützung der IAR-Toolchain, die eine optimierte Codegenerierung ermöglicht. Entwickler können Zephyr-Projekte nun direkt mit der IAR-Umgebung kompilieren und profitieren von deren hochoptimierten Compiler-Technologie. Die Integration erfolgt nahtlos: Durch einfaches Setzen der entsprechenden Umgebungsvariablen wird die Toolchain automatisch in den Build-Prozess eingebunden. Dies erleichtert Entwicklern den Umstieg und bringt Vorteile in Bezug auf Codeeffizienz und Performance.

Zusätzlich wird mit dieser Version erstmals eine experimentelle Rust-Unterstützung eingeführt. Rust bietet eine sichere Speicherverwaltung und moderne Sprachfeatures, die besonders in sicherheitskritischen Anwendungen von Vorteil sind. Entwickler können nun Zephyr-Module in Rust schreiben und so von den Stärken der Sprache profitieren. Die Integration befindet sich noch in der frühen Phase, aber die Begeisterung innerhalb der Community wächst bereits.

Neben diesen Software-Verbesserungen erweitert Zephyr RTOS 4.1 auch die Hardware-Unterstützung. Mit insgesamt 70 neuen Boards, darunter das Raspberry Pi Pico 2 und das kostengünstige WCH CH32V003EVT, bietet die neue Version Entwicklern eine breitere Auswahl für ihre Projekte. Auch zahlreiche CAN- und USB-fähige Boards sind nun unterstützt, was die Möglichkeiten für industrielle und Automotive-Anwendungen erweitert. Eine verbesserte Board-Suchfunktion hilft Entwicklern, schneller das passende Entwicklungsboard zu finden, basierend auf den benötigten Hardware-Features.

Zephyr RTOS 4.1 bringt zudem eine smartere Shell-Unterstützung mit sich, die durch eine verbesserte Autovervollständigung den Entwicklungsprozess vereinfacht. Treiber-APIs lassen sich nun gezielter ansprechen, wodurch sich das Handling von Sensoren und anderen Peripheriegeräten effizienter gestaltet.(sg)

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