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Implementierung

Nutzen Sie die Macht der Sprache

| Autor / Redakteur: Andreas Fertig * / Martina Hafner

Bild 1: Code wird auch von anderen Menschen gelesen oder bearbeitet
Bild 1: Code wird auch von anderen Menschen gelesen oder bearbeitet (Bild: Franziska Panter, http://panther-concepts.de)

Programmieren ist heute ein leichtes. Es gibt dutzende Programmiersprachen und viele Möglichkeiten sie zu erlernen. Ein wichtiger Teil, der dabei oft in Vergessenheit gerät, ist der zweite Teil des Wortes Programmiersprache: die Sprache.

Meist konzentrieren wir uns darauf den Teil "Programmieren" zu erledigen. Im Embedded Umfeld haben Programme eine Lebensdauer von vielen Jahren. Das fehlerfreie Programmieren ist deshalb eine wichtige Aufgabe. Oft vernachlässigt wird, dass es beim Programmieren noch ein weiteres wichtiges Ziel gibt und zwar die Kommunikation mit den anderen Entwicklern.

Mithilfe der Sprache können wir unsere Intention über Jahre hinweg kommunizieren. Durch Sprache wird die Fehlersuche unterstützt und das bestehende Programm lässt sich leichter erweitern.

Mit der Weiterentwicklung des C++ Standards zu C++11 und 14 ergeben sich neue Möglichkeiten unsere Ausdrucksweise weiter zu verbessern. Programmieren und Programmiersprachen werden vorrangig zum Lösen von Aufgaben eingesetzt. Mithilfe des Programmierens soll etwas Neues geschaffen werden oder etwas Existierendes verbessert bzw. repariert werden.

Nach Springer Gabler wird Programmiersprache, wie folgt, definiert: „Eine Programmiersprache ist eine künstliche Sprache zur Verständigung zwischen Mensch und Computer. Sie ist durch ihre Syntax und Semantik definiert. In einer Programmiersprache stellt man Verfahren zur Problemlösung in einer für den Computer „verständlichen” Form dar. [1]„

In dieser Definition steht die Kommunikation mit dem Computer im Vordergrund, der Fokus liegt erneut auf dem Lösen einer Aufgabenstellung. Streichen wir den ersten Teil des Worts, bleibt Sprache übrig. Gemäß Pons ist Sprache definiert als „System von Zeichen (das der Kommunikation o.Ä. dient) [2]“

Eine Programmiersprache dient also nicht allein der Lösung von Problemen und der Kommunikation mit dem Compiler. Durch die Programmiersprache kommunizieren wir ebenfalls mit anderen Menschen, die mit unserem Code arbeiten. Sie übernehmen den Code von uns oder führen Änderungen an ihm durch.

Code ist somit neben der Spezifikation eine weitere Form der Dokumentation, wobei nur der Code die tatsächliche Implementierung widerspiegelt. Deshalb sollte der Code auch für den Leser geschrieben sein.

Google hat das erkannt und in den Coding-Regeln entsprechend berücksichtigt. In seinem Vortrag auf der cppcon 2014 hat Titus Winter die Philosophie der Coding-Regeln von Google, wie folgt, erklärt: „Code is going to live a long time, and be read many times. We choose explicitly to optimize for the reader, not the writer.“

Wie in Bild 1 gezeigt wird, erfüllt der Code den Aspekt mit dem Computer zu kommunizieren, während er gleichzeitig für die Kommunikation unter Menschen sowie für Dokumentationszwecke verwendet wird. Der erste Aspekt ist soweit klar. Die anderen beiden werden jedoch oft übersehen.

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