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Grundlegende Richtlinien für gute User Interfaces

| Autor / Redakteur: Jürgen Messerer und Patrick Labud* / Martina Hafner

Gute BEnutzerführung wird nicht nur durch eine Ansammlung grafischer Symbole erreicht.
Gute BEnutzerführung wird nicht nur durch eine Ansammlung grafischer Symbole erreicht. (Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0)

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Damit das User Interface, kurz UI, von den Kunden akzeptiert wird, müssen einige zentrale Punkte in Betracht gezogen werden. Aber wie erreicht man das Ziel, wenn ein UI/UX-Experte fehlt?

In diesem Artikel wird gezeigt, wie Stolpersteine für die Nutzer verhindert werden. Zusätzlich wird gezeigt, wie ein effizientes und für die Nutzer nachvollziehbares User Interface konzipiert wird.

Themen wie Benutzerfreundlichkeit respektive Benutzererfahrung (User Experience) sind keine Erfindung der Neuzeit. Schön früh erkannten Menschen, dass durch die Erfahrung der Nutzer ein System in seiner Funktion optimiert werden konnte. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zeitung. Seit ihrer Erfindung im 16. Jahrhundert durchlief die Zeitung einige Veränderungen und Anpassungen, bis sie so wurde, wie wir sie heute kennen. Besonders im Format, aber auch im Design wurde und wird die Zeitung stetig weiterentwickelt.

Die User-Interface-Entwicklung verläuft sehr ähnlich. Zwei der Personen, die den Entwicklungsprozess massgeblich geprägt haben, sind Ben Shneiderman, der 1986 die «8 goldenen Regeln des Interface-Designs» niederschrieb. Und Jakob Nielsen, der 1994 eine Heuristik zur Überprüfung der Benutzerfreundlichkeit entwickelte.

Die 8 goldenen Regeln des Interface-Designs

Zwar sind die Prinzipien nicht vollständig und eingeschränkt, doch durch Anpassung und Erweiterung verhelfen sie einem Entwickler zu einem vereinfachten Start im UI-Design.

  • 1. Strebe nach Konsistenz: In ähnlichen Situationen sollten die Aktionssequenzen immer konsistent sein. Z.B die Position eines Cancel Buttons, Layout, Farbe, Schriftart etc.
  • 2. Sorge für universelle Bedienbarkeit: Erkennen der Anforderungen der verschiedenen Benutzer. Die verschiedenen Benutzer können sich in Alter, Erfahrung und allfälligen Behinderungen unterscheiden. Das System respektive Programm soll durch jeden Benutzer schnell und einfach bedient werden können. Zum Beispiel können für Experten Abkürzungen und für ungeübte Benutzer Hilfestellung angeboten werden.
  • 3. Biete informative Rückmeldungen: Genügend Feedback über laufende Funktionen oder den Systemstatus muss stets gewährleistet sein.
  • 4. Entwerfe abgeschlossene Dialoge: Hiermit soll erreicht werden, dass dem Benutzer bewusst wird, wann eine Aktion, Funktion oder Befehlskette gestartet wird und wann sie abgeschlossen ist. Zum Beispiel führt eine Shop-Website den Benutzer vom Selektieren des Produkts bis zum Zahlen der Ware. Beendet wird der Vorgang mit einer Bestätigungsseite, wonach die Transaktion vollständig und abgeschlossen ist.
  • 5. Biete einfache Fehlerbehandlung: Der Benutzer darf nicht verzweifeln, wenn ein Fehler auftaucht. Nach Möglichkeit sollten verständliche Informationen über potentielle Ursachen abgegeben werden. Sehr wichtig ist es, einen Ausweg anzubieten, um in den normalen System- respektive Programmbetrieb zurückzugelangen.
  • 6. Lass die einfache Umkehrung von Aktionen zu: Dem Benutzer soll die Möglichkeit gegeben werden, getätigte Aktionen wieder rückgängig zu machen.
  • 7. Vermittle ein Gefühl der Kontrolle: Der Nutzer sollte immer das Gefühl haben, Kontrolle über das System respektive Programm zu haben. Kurz gesagt, der Benutzer agiert und das System reagiert und nicht umgekehrt.
  • 8. Entlaste das Kurzzeitgedächtnis: Es sollte vermieden werden, dass der Benutzer sich zu viele Informationen merken muss, damit er zum Beispiel nachfolgende Aktionen auf einer nächste Seite ausführen kann. Als Richtlinie gilt, dass der Mensch sich zwischen fünf bis sieben verschiedene Informationen sicher merken kann.

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