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Energiewende: Neue Geschäftsmodelle durch IoT-Technologie

Autor / Redakteur: Christine Mitterbauer* / Christine Kremser

Im Rahmen der Energiewende werden die klassischen Modelle der zentralen Energiegewinnung revolutioniert. Während früher Energieversorger mit der Herstellung und Verteilung von elektrischer Energie beschäftigt waren, bieten neue Konzepte wie Solar- oder Windstrom die Möglichkeit zur dezentralen Energiegewinnung und Einspeisung ins Netz.

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(Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0 )

EnBW [1], einer von Europa's größten Energieversorgern, bietet mit EnergyBASE ein intelligentes IoT Energiemanagement an. Das selbstlernendende System ermöglicht die Optimierung von Energieverbauch und -produktion in Haushalten mit lokaler Energiegewinnung. EnBW erweitert damit sein Portfolio zukunftsweisend und bietet interessierten Kunden neben Stromenergie auch Energiemanagement Know-How an.

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Das EnergyBASE Ökosystem [2] stellt eine zentrale Plattform für Services rund um Energie bereit. Das System steuert Energieproduzenten und –verbraucher eines Haushalts – von der Photovoltaikanlage auf dem Dach, über die elektrische Ladestation des Autos, bis zum stationären Speicher im Keller. Das kleine Gerät, das im Zählerschrank eingebaut wird, weiß, wann der selbsterzeugte Strom rentabel ins Verteilnetz eingespeist werden kann, besser für den Eigenverbrauch genutzt, oder für den späteren Einsatz zwischengespeichert werden soll.

Dazu wird mittels Prognosen für den nächsten Tag eine individuelle Planung zur optimalen Nutzung des erzeugten Stroms erstellt. Ziel ist, dass der Anteil des selbstgenutzten Solarstroms so hoch wie möglich ist. Die Prognose-Algorithmen wurden von EnBW-Spezialisten entwickelt, die sich seit Jahren mit der Vorhersage von Energieproduktion und Stromverbrauch beschäftigen. (Bild 1 in der Bildergalerie)

Die EnergyBASE

Das EnergyBASE-Device besteht aus einem 450MHz ARM/Linux Rechner mit 128 MB RAM und 4GB Flash (2GB für Datenspeicherung). Es werden diverse Schnittstellen wie Ethernet, RS485, USB, Powerline usw. unterstützt. Zusätzlich ist ein Drehstrom-Zähler enthalten. (Bild 2 in der Bildergalerie)

Der Software-Stack der EnergyBASE enthält eine von MicroDoc portierte Oracle Java SE Embedded 8 VM [3] und das Prosyst mBSSH OSGi Framework [4]. (Bild 3 in der Bildergalerie)

OSGi [5] stellt ein Software-Komponentenmodell für Java Anwendungen zur Verfügung, in dem Software-Komponenten einem definierten Lebenszyklus unterliegen und dem System zur Laufzeit hinzugefügt oder entfernt werden können. Die OSGi Service Registry erlaubt gestarteten Modulen das Registrieren von eigenen Services und das Auffinden vorhandener Dienste im System.

Mit diesen Techniken wurde die EnergyBASE als ein selbstadaptierenden System aufgebaut, dem je nach Hardware-Ausstattung und gebuchtem Vertrag Software-Module hinzugefügt bzw. auch wieder entfernt werden können.

Zusätzlich definiert OSGi eine erheblichen Zahl an standardisierten Services, die im System „einfach“ installiert und verwendet werden können. Zudem bietet das verwendete OSGi Framework von Prosyst eine weitere Anzahl von schon vordefinierten Funktionen wie z.B. das Home Device Management.

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