Mit der Programmiersprache Go lassen sich kleinere Programme genauso einfach entwickeln wie komplexe Anwendungen. Im Fokus von Go steht die plattformübergreifende Entwicklung.
Go bietet verschiedene Starthilfen, um sich mit der Programmiersprache vertraut zu machen.
(Bild: Golang.org)
Die Open-Source-Programmiersprache Go, auch bekannt als GoLang, ist ein Projekt von Google. Auf Basis eines einzelnen Codes lassen sich damit Programme für Windows, Linux und macOS kompilieren. Mit Go können Entwickler also Programme schreiben, die eine hohe Portabilität und Leistung haben.
Go arbeitet mit statischer Typisierung. Grundsätzlich ähnelt Go der Syntax von C und Pascal bietet aber auch einige Elemente der Objektorientierung. Dadurch ist bereits beim Schreiben des Programmes klar, mit welchen Typen Entwickler arbeiten, da diese statisch definiert werden.
Die Laufzeitumgebung ist in Go-Programmen ebenfalls statisch integriert. Das heißt, dass die kompilierten Programme benötigen keine zusätzlichen Installationen, wie es zum Beispiel bei Java der Fall ist. Auch die benötigten Bibliotheken sind fester Bestandteil des kompilierten Go-Programmes. Go ist „case sensitive“, das in anderen Programmiersprachen häufig zu findende Semikolon ist nur optional.
Erste Schritte mit dem Go Playground
Einstieg in die Programmiersprache Go mit dem Go Playground.
(Bild: Joos / Golang.org)
Die Entwickler von Go stellen auf der Webseite des Projektes auch ein Online-Editor mit der Bezeichnung „Go Playground“ zur Verfügung. Nach dem Start des Playground ist auch bereits ein Beispielprogramm geladen, mit dem sich Entwickler beschäftigen können.
Mit dem Online-Editor von Go kann Quellcode auch mit anderen Entwicklern geteilt werden.
(Bild: Joos / Golang.org)
Über den Link „Open in Playground“ öffnet sich eine neue Seite, in der mit der Entwicklung von Go begonnen werden kann. Ein Tutorial zum Start mit Go ist auf der Webseite der Entwickler zu finden. Der Playground dient aber nur für den Einstieg in Go. Mit dem Online-Editor lassen sich kaum eigene, umfangreiche Programme entwickeln, da sich nur einzelne Dateien öffnen lassen und auch das Importieren von exportierten Packages kaum möglich ist.
Idealerweise sollte nach dem Einstieg daher eine Installation von Go erfolgen. Wir kommen dazu noch in den nächsten Abschnitten. Aber auch mit dem Go Playground ist es möglich zu entwickeln, zum Beispiel im Team. Über die Schaltfläche „Share“ erstellt der Playground einen Link, über den auf dem Quellcode im Fenster zugegriffen werden kann.
Go Playground kompiliert die Programme und führt sie im Browser aus.
(Bild: Joos / Golang.org)
Go Playground ist daher eine ideale Testumgebung für Go-Programme und ermöglicht auch das schnelle und einfache Weitergeben von Code. Mit der Schaltfläche „Run“ führt der Editor den Quellcode aus und zeigt im unteren Bereich des Fensters das Ergebnis an. Der Run-Befehl sendet den Quellcode an den hinterlegten Kompilier-Server, der den Code kompiliert und im Fenster ausführt.
Go arbeitet mit Packages. Neben dem Standard-Package „Main“, das zum Beispiel durch das Beispielprogramm des Go Playgrounds zum Einsatz kommt, lassen sich zahlreiche weitere Packages in Go integrieren. Das ist auch im Go Playground möglich. Dazu steht die Schaltfläche „Imports“ zur Verfügung. Packages lassen sich mit dem Befehl „import“ auch direkt über den Quellcode einbinden, zum Beispiel mit import „fmt“.
Go-Programme umfassen eine Main-Methode, die im Quellcode mit func main() deklariert wird. Wie das aussieht, zeigt ebenfalls das Beispielprogramm im Go Playground. Im Beispielprogramm wird anschließend die Methode „Println“ aus dem Package „fmt“ aufgerufen. Das Package hat Go in diesem Beispiel zuvor importiert. Das Beispielprogramm nutzt dazu:
fmt.Println("Hello, 世界")
Für erste Tests kann zum Beispiel der ausgegebene Text geändert werden. Mit „Run“ kompiliert der Server das Programm wieder und gibt auch hier das neue Ergebnis im Fenster unten aus.
Go installieren und einrichten
Wer dauerhaft mit Go arbeitet, kann sich die Open Source-Programmiersprache kostenlos bei den Entwicklern herunterladen und auf Windows, Linux und macOS installieren. Nach der Installation steht Go auf dem Computer zur Verfügung. Als Editor für Go lässt sich nahezu jeder Texteditor nutzen. Auf Dauer komfortabler ist eine Entwicklungsumgebung.
Auch in Visual Studio Code kann mit Go gearbeitet werden.
(Bild: Joos / Golang.org)
Eine kostenlose Umgebung lässt sich zum Beispiel mithilfe von Visual Studio Code realisieren. Mit dem kostenlosen Open-Source-Editor von Microsoft lassen sich zahlreiche Programmiersprachen einbinden, auch Go. Für die Entwicklung mit Go gilt es noch, die Go-Erweiterung für Visual Studio Code zu installieren.
In der Befehlszeile und dem Terminal stellt Go auch verschiedene Werkzeuge zur Verfügung.
(Bild: Joos / Golang.org)
Neben der Möglichkeit, Go in Editoren wie Visual Studio Code zu nutzen, oder in komplexen IDEs, gehört zum Installationsumfang der Programmiersprachen auch eine Sammlung von verschiedenen Tools für die Befehlszeile oder das Terminal. Durch die Eingabe von „go“ im Terminal oder der Eingabeaufforderung zeigt Go eine Liste der verfügbaren Tools an.
Stand: 08.12.2025
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Gespeicherte Dateien, die zum Beispiel über einen Editor wie Atom geschrieben sind, können auch ohne Zusatztools kompiliert und gestartet werden. Dazu wird die gespeicherte Datei einfach über den Befehl go run <Dateiname> erst kompiliert und dann in der Befehlszeile oder dem Terminal gestartet.
Module in Go nutzen
Um mit Go in Visual Studio Code zu beginnen, kann im ersten Schritt ein Modul für das eigene Programm erstellt werden. Der Vorgang wird im Terminal von Visual Studio Code durchgeführt. Die Befehlskette dazu lautet zum Beispiel:
go mod init example.com/hellogo: creating new go.mod: module example.com/hellogo testPASSok example.com/hello 0.020s
Grundsätzlich orientiert sich Go bei den Datentypen an der Programmiersprache C. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, Variablen des Typs bool mit den Werten true und false verwenden. Auch Zeichenketten in Form von string sind verfügbar, genauso wie ganze Zahlen auf Basis von int und uint (positive, ganze Zahlen).
Für Kommazahlen stehen die Typen float32 und float64 zur Verfügung, für komplexe Zahlen complex64 und complex128. Soll bei Berechnungen innerhalb des Quellcodes für eine Variable einer neuer Typ definiert werden, ist das einfach über eine Typkonvertierung möglich. Dazu wird dieser in der Form <NeuerDatentyp>(<Variable>) definiert.
Für die Strukturierung kann in Go mit struct, interface und func gearbeitet werden. Deren Funktionen sind in Go Playground auch über die Beispieldateien verfügbar.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Dev-Insider.de.