Renesas Synergy

Einfachere Softwareentwicklung für Industrie- und IoT-Anwendungen

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Für die Erstellung grafischer Benutzerschnittstellen bietet GUIX dem Entwickler ein Framework für grafische Benutzeroberflächen. Dieses umfasst eine vollständig integrierte Runtime-UI-Bibliothek sowie GUIX Studio, eine passende Desktop-Design-Anwendung. Die äußerst leistungsfähige Grafik-Bibliothek ist speziell für die Renesas Synergy MCU-Grafik-Engine optimiert, und bietet einen Hardware-beschleunigten 2D-Grafikbetrieb, einen umfassenden Windowing-Support mit mehreren Displays und unterschiedlichen Auflösungen sowie die Nutzung mehrerer Bedienersprachen. Die Kern-Bibliothek enthält eine breite Palette an Buttons, Fenstern, Scrollleisten, sowie Steuerelementen zum Test von Displays und zum Editieren von Text. Das darunterliegende Framework bietet Event-Queues und Signale, Windowing und Viewport sowie weitere Funktionen.

Das SSP bietet Entwicklern umfassende Auswahlmöglichkeiten bei Peripherie-Treibern. Die Peripheriefunktionen des Frameworks umfassen bedienerfreundliche und Feature-orientierte Funktionen für Anwendungsprogramme. Das Framework übernimmt automatisch die Einzelheiten der RTOS-Integration. Da die Treiber eine Abstraktion der Hardware-Register mit logisch definierten Werten ermöglichen, sind API und Parameter für die unterschiedlichen Synergy-MCUs einheitlich. So kann der Entwickler Lösungen aufbauen, ohne viel Zeit für die Renesas Synergy MCU-Hardware-Spezifikationen oder für Details von ThreadX aufwenden zu müssen.

Stattdessen kann er sich auf die Entwicklung seiner eigenen Anwendung konzentrieren. Eine breite Palette an Low-Level Peripherietreiber-Modulen unterstützt zahlreiche Funktionen wie Speicher, Konnektivität, Analogfunktionen, Timing, System- und Power-Management, Security und Verschlüsselung, Sicherheit und Mensch-Maschine-Schnittstelle. Will ein Embedded-Entwickler direkt auf einzelne Peripherie-Treiber außerhalb des Frameworks zugreifen, so ist dies mit Direkt-Aufrufen aus der Anwendung möglich, um spezielle Anforderungen oder einen Betrieb innerhalb kritischer Zeitvorgaben zu erfüllen.

Kommerzielle Software

Renesas behandelt das SSP wie ein Produkt: Das Unternehmen zeichnet für Funktionsumfang und Qualität der Software verantwortlich. Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, richtete Renesas einen standardisierten Entwicklungsprozess und Tools ein. Dieser Prozess umfasst Projektmanagement, Konfigurationsverwaltung, Kodierungsstandards und Kodierungsanalyse, Test und Qualitätssicherung sowie eine durchgängige Integration. Darüber steht die gesamte erforderliche Dokumentation einschließlich aller Testdaten bereit, um die Spezifikation und Qualität des Softwarepakets zu validieren.

Im Rahmen dieses neuen Klassifizierungskonzepts definiert Renesas die vom Unternehmen entwickelte Software, einschließlich SSP, als „qualifizierte Software“. Renesas wird weitere Software-Funktionen ermitteln, um die sie das SSP in Zukunft als „qualifizierte Software Add-ons“ (QSAs) erweitern wird. Diese Komponenten werden nach den gleichen strengen Normen wie für das SSP qualifiziert, sind aber nicht in der Standardversion des SSPs enthalten. Eine zukünftige QSA-Komponente könnte beispielsweise eine spezielle Bibliothek mit Security-Funktionen sein.

Um mögliche Lücken in seinem Software-Portfolio abzudecken, hat Renesas ein Partnerprogramm mit führenden Anbietern der Branche initiiert. Von Drittanbietern konzipierte und in die Plattform integrierte Software-Komponenten werden für einen korrekten Betrieb mit der Renesas Synergy Plattform „verifiziert“, und als VSA oder als „verifizierte Software Add-ons““ vermarktet. Diese VSA-Komponenten wurden in Bezug auf Funktionsumfang und Kompatibilität mit dem SSP geprüft und von Renesas freigegeben.

Der Kunde erhält sämtliche Testprozeduren und Testergebnisse. Beispiele für VSA-Komponenten sind ein Kommunikations-Stack für Bluetooth oder ein industrielles Ethernet-IP-Protokoll. Im Lauf der Zeit wird Renesas diese VSA-Komponenten zusammen mit ausgewählten VSA-Anbietern in den QSA-Status überführen, oder eine VSA-Komponente in das SSP selbst übernehmen. An diesem Punkt würde das VSA zu einem Renesas-Produkt und zum Teil einer normalen SSP-Distribution werden.

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