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Requirements Effizienteres Anforderungsmanagement durch agile Methoden

Autor / Redakteur: Colin Hood* / Martina Hafner

Der respektvolle Umgang miteinander und die flexible Reaktion auf Änderungen sind Kernelemente der agilen Methoden. Oftmals stehen diese Werte bei Veränderungen und Prozessverbesserungen aber nicht im Vordergrund.

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Agilität ermöglicht es, auf veränderte Rahmenbedingungen rasch und sicher reagieren zu können. Manchmal muss man sich auf den Kopf stellen, um eine veränderte Perspektive zu erhalten.
Agilität ermöglicht es, auf veränderte Rahmenbedingungen rasch und sicher reagieren zu können. Manchmal muss man sich auf den Kopf stellen, um eine veränderte Perspektive zu erhalten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Unternehmen, denen wir helfen konnten, bei Veränderungen ihren Fokus mehr auf diese wichtigen Werte wie Respekt und Flexibilität zu legen, konnten dadurch ihren Zeit- und Kostenaufwand um 40% bis 80% reduzieren. Die gesteigerte Motivation und das verbesserte seelische Wohlbefinden der Mitarbeiter sind deutlich spürbar.

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Einführung

Betrachtet man das Agile Manifest [1] von 2001 (siehe Bildergalerie: Bild 1) erkennt man folgende Kernelemente der agilen Methoden:

  • Der respektvolle Umgang miteinander
  • Die flexible Reaktion auf Änderungen

Diese beiden Prinzipien untermauern die anderen Prinzipien des agilen Manifests.

Menschen und Veränderungen

Bei Veränderungen werden diese beiden Prinzipien oft nicht in dem Maß beachtet, wie es nötig wäre, um die betroffenen Menschen in der stressigen Zeit von Veränderungen ausreichend zu unterstützen.

Bei Verbesserungen, etwa eines Requirements Engineering Prozesses, muss beachtet und verstanden werden, dass die größte Herausforderung bei dem Veränderungsprozess die Motivation der Menschen ist. Menschen müssen positiv motiviert sein und vor dem Stress, den ein Veränderungsprozess mit sich bringt, weitestgehend geschützt und entlastet werden.

Die Werte die aus dem Agilen Manifest [1] hervorgehen, müssen unbedingt beachtet werden: wir behandeln Menschen mit Respekt, und wir gehen flexibel mit Veränderungen um, anstatt blind einem Prozess zu folgen. Einem Prozess zu folgen ist gut, aber einem Prozess ohne mitzudenken zu folgen, ist nicht zielführend.

Wenn man eine Veränderung in Betracht zieht, ist es nötig die psychologischen Schritte zu verstehen, durch die Menschen bei Veränderungen gehen.

Menschen können sich gegenüber Veränderungen als resistent erweisen. [2] [3] [4]. Diese „Resistenzen“ stellen Barrieren dar und müssen überwunden werden, da ansonsten alle Aktionen zur Umsetzung der Veränderung entweder sehr schwierig oder sogar meistens vergeblich sind.

Ist es gelungen, die Barrieren zu überwinden, müssen die Menschen gegenüber Veränderungen positiv motiviert werden, damit die Stimmung auftaut und das Experimentieren mit den neuen Arbeitsmethoden beginnen kann. Dafür ist es oftmals nötig, den Menschen den persönlichen Vorteil der Veränderung aufzuzeigen. Dadurch sind Menschen motiviert, den Kraftakt, den eine Veränderung mit sich bringt, zu meistern.

Ist es erreicht, dass Menschen oder ein Unternehmen bereit für eine Veränderung sind, folgt der Lernprozess. Dieser Lernprozess muss unterstützt werden, da hierbei die eigentliche Veränderung geschieht. Menschen lernen durch ihre Fehler, daher ist es insbesondere entscheidend, Individuen und Interaktionen statt Prozesse und Werkzeuge in den Vordergrund zu stellen. Menschen brauchen Unterstützung in Zeiten, in denen sie sich unsicher fühlen.

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