Continuous Delivery

Der starre Produktzyklus hat ausgedient

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Die Differenzierung erfolgt zunehmend über Software

Unternehmen stehen in einem starken globalen Wettbewerb. Der hohe Konkurrenz-druck erfordert immer kürzere Innovationszyklen. Zugleich nimmt die Komplexität der technischen Systeme stark zu. Insbesondere durch die veränderten Anforderungen im Sinne von Industrie 4.0 ergeben sich neue Geschäftsmodelle und Innovationen. Um die Herausforderungen zu meistern, müssen die Organisation und die Vorgehensweisen in der Produktentwicklung geändert werden.

In den letzten Jahren haben sich agile Vorgehensmodelle zunehmend zu Garanten des Erfolges etabliert. Diese fördern kurze Feedback-Schleifen, wodurch eine schnelle Reaktion auf sich verändernde Bedürfnisse der Kunden direkt in die Entwicklung einfließen können.

Das volle Potential lässt sich nur ausschöpfen, wenn die agile Arbeitsweise nicht nur in der Entwicklung, sondern in allen relevanten Abteilungen entlang des Produktentstehungsprozesses des Unternehmens ausgerollt wird. Vor allem die Vertriebs-, Service- und Schulungsabteilungen müssen eng eingebunden werden.

Die Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb erfolgt zunehmend über Funktionen, die maßgeblich über Software realisiert werden. Somit können Vorgehensweisen aus der Softwareentwicklung, die eine stufenweise Erweiterung des Funktionsumgangs ermöglichen, eingesetzt werden.

Technische Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Continuous Delivery ist eine modulare Systemarchitektur. Bei der kontinuierlichen Auslieferung von neuen oder veränderten Optionen dürfen Sicherheitskriterien von Maschinen nicht verletzt werden. Deshalb müssen Test- und Freigabeprozesse elementarer Bestandteil der Entwicklung werden und sollte so weit wie möglich automatisiert werden.

Ausblick: Leichtgewichtige Virtualisierungslösungen wie z.B. Docker Container erlauben einzelne Dienste einer Anwendung isoliert voneinander zu betreiben. Dies eröffnet elegante Wege, um kritische Komponenten von Optionen zu trennen. Dadurch lassen sich Container sehr einfach aktualisieren und kritische Sicherheits-Updates einfach und gezielt ausrollen. Container Technologien können die Umsetzung von Continuous-Delivery-Prozessen erheblich erleichtern.

Autoren: Dr. Benjamin Kormann studierte Informatik an der Technischen Universität München (TUM) und ist als Senior Consultant bei der ITQ GmbH angestellt. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Entwicklung softwareintensiver Systeme und Beratung agiler Entwicklungsprozesse. Harald Weigold studierte Technische Informatik an der Fachhochschule Konstanz. Er ist als Senior Architekt und Consultant bei der ITQ GmbH angestellt. Zu seinen Schwerpunkten zählen Projektmanagement sowie durchgängige, modulare Hard- und Software Architekturen.

Weitere Informationen zum Thema ‚Disciplined Agile Delivery‘:

www.disciplinedagileconsortium.org.

* Dr. Benjamin Kormann, Senior Consultant, und Harald Weigold, Senior Architekt und Consultant, sind für die ITQ GmbH in Garching bei München tätig.

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