Was modernes Testing in Zeiten von IoT leisten muss

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Die Ergebnisse aus dem explorativen Testing sollten, sofern möglich, durch automatisierte Testfälle ergänzt werden. Durch Testautomatisierung kann der Entwicklungsprozess eines Softwareproduktes drastisch verbessert werden. Automatisierte Tests sind schnell und oft wiederholbar und daher besonders für Regressionstest bei Softwareprodukten mit regelmäßigen Updates kosteneffizient. Vor allem in agilen Entwicklungsprozessen ist es wichtig, eine gute Kombination von automatisierten Tests und explorativen Tests sicherzustellen. Nur so wird sichergestellt, dass die Anwendungen auch in den Händen der User bestehen können.

Die Ergebnisse reflektieren die tatsächliche oder mögliche Nutzererfahrung wesentlich besser, als dies durch Testversuche in-house möglich gewesen wäre. Hinzu kommt, dass es zahlreiche IoT-Geräte und Anwendungen gibt, die nicht vom gleichen Anbieter stammen und es unmöglich ist, diese Vielfalt im Labor nachzustellen.

Je komplizierter die Anwendungen und je mehr Schnittstellen vorhanden sind, desto wichtiger ist das Performance Testing aus Sicht des Nutzers. Analysten spekulieren, dass bis 2024 ca. 89% der Fahrzeuge auf der Straße integrierte internetfähige Systeme haben. Die Nutzer werden erwarten, dass die im Fahrzeug integrierten digitalen Produkte reibungslos und fehlerfrei funktionieren und die Sicherheit aller Insassen gewährleisten.

Was geschieht, wenn das Fahrzeug ohne Empfang oder abseits erfasster Kartenabschnitte unterwegs ist? Hier kann es zu Ausfällen kommen, sodass einzelne Codes nicht kontinuierlich verfügbar sind. Es ist wichtig, dass die grundlegenden Funktionen auch laufen, wenn Teile des Systems offline sind. Umfassendes Performance Testing muss deshalb das Risiko bei Systemausfällen so gering wie möglich halten.

Sicherheitsaspekte: Sicherheit hat immer Vorrang

Ebenso wichtig wie die Funktionalität (z.B. die intuitive Bedienung) ist der Sicherheitsaspekt digitaler Produkte. Die Anforderungen sind bei der Entwicklung von Geräten und Anwendungen für das Internet of Things hoch – geht es doch oft um hochsensible Daten. Kundeninformationen zu sichern und zu schützen hat deshalb auch im Zeitalter des IoT oberste Priorität und wird ein entscheidender Faktor für den Erfolg der neuen Technologie sein. Unternehmen sollten bereits bei der Entwicklung ihrer Geräte an Sicherheitsfunktionen denken und in das Design integrieren.

Leider werden ständig neue Schwachstellen entdeckt. Dies bedeutet im Klartext: Die Sicherheit kann mit dem technischen Fortschritt kaum Schritt halten. Deshalb ist es wichtig, dass regelmäßig erfahrene Sicherheitsexperten Security Assessments für die eigenen Anwendungen durchführen. Die Entwickler-Teams machen die Geräte sicherer und erhöhen gleichzeitig die Akzeptanz für IoT - sowohl im privaten Bereich als auch B2B-Umfeld. Dies gilt besonders in kritischen Branchen wie der Medizintechnik, der Luftfahrt oder dem Verkehrswesen.

Fazit: Den Nutzer in den Mittelpunkt stellen

Um künftig erfolgreiche IoT-Dienste anbieten zu können, müssen Unternehmen nahe am Anwender testen. Nur eine sinnvolle Kombination aus explorativen Tests in realer Umgebung (z. B. durch Crowdtester) und einer flexiblen Automatisierungsstrategie kann die Komplexität dieser Produkte abdecken. Menschlicher Scharfsinn und Kreativität sind nötig, um oberflächliche als auch tiefgehende Fehler zu finden, die vorab nicht im Labor planbar sind. Mit strukturiertem Testdesign müssen die Angebote zudem so funktional wie möglich gemacht werden und so passende Antworten auf die hohen Erwartungen der User liefern.

* Jan Wolter ist Vizepräsident und Geschäftsführer Europa bei Applause EU.

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