Softwaresicherheit, Teil 2

Software-Security in Embedded-Systemen

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Der menschliche Faktor der Software Security: Wenn Hacker aktiv werden

Bedrohungen durch Hacker stellen die Entwickler von Embedded-Systemen vor zunehmende Herausforderungen. Die Referenten des Schweizer Kommunikations- und Technikdienstleisters Albis Technologies stellten im Vortrag "Embedded Security: Hackern einen Schritt voraus" zunächst die zunehmende Vernetzung von Embedded-Systemen heraus. Und obwohl dadurch mechanische Barrieren zwischen den Systemen immer mehr wegfallen, beruht die Sicherheit paradoxerweise häufig auf physikalischer Sicherheit und weniger auf Cyber-Security oder Informationssicherheit.

Und das, obwohl es gerade in Infrastrukturnetzen, wie zum Beispiel der aktuell diskutierten intelligenten Stromversorgung, von großer Bedeutung ist, dass die vernetzten Komponenten autonom, ohne Benutzereingaben und vor unbefugten Zugriffen geschützt miteinander kommunizieren können.

Was könnte die Lösung sein? Die Referenten stellten ein Modell Hardware-basierter IT-Sicherheitsarchitektur für Embedded-Systeme in den Raum. In deren Zentrum steht ein Security Controller oder ein Trusted-Platform-Modul, also ein sicherer Speicher für digitale Schlüssel. Dieses dient dazu, eine Art Zentrum für kryptografische Operationen zu bilden. Das Modul muss an den lokalen Computer gebunden sein und nicht an einen bestimmten Benutzer.

Es ist dann unmöglich, das Trusted-Platform-Modul entgegen den Interessen des Eigentümers zu nutzen, sofern dieser Beschränkungen festgelegt hat: eine Basis für die sichere Kommunikation der Netzteilnehmer. Es kann gelingen, beispielsweise aus einem Embedded-Gerät mit angepasster Software und einem entsprechenden Betriebssystem eine "vertrauenswürdige Plattform" zu machen.

Security in Smart Grids

Intelligente Stromnetze, auch Smart Grids genannt, erfordern für die Ermittlung des individuellen Strombedarfs und die korrekte Abrechnung die Verwendung ebenso intelligenter Verbrauchszähler, der sogenannten Smart Meter. Hier gibt es zahlreiche Szenarien, die böswilliges Eindringen mit Betrugsabsicht ermöglichen. Erschwerend ist die Liberalisierung des Strommarktes: Zahlreiche Klein- und Kleinststromlieferanten – aus Wasserkraft oder Photovoltaikanlagen – speisen in die Netze ein. Letztlich alles Einfallstore für mögliche Angriffe zum Zweck der kriminell motivierten Manipulation.

Auch vor diesem Hintergrund erarbeitet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam mit Industriepartnern für Smart Meter ein neuartiges Schutzprofil. Es strukturiert Bedrohungen und legt damit die Mindestanforderungen fest, die Sicherheitsmaßnahmen erfüllen müssen. Ziel ist dabei eine Zertifizierung von Produkten nach definierten Schutzkriterien. Das von den Partnern erarbeitete Schutzprofil /3/ definiert ein anhand gemeinsamer Kriterien festgelegtes "Security Modul" für alle kryptografischen Operationen.

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