Gastkommentar

Open Source – muss man wissen, was das ist?

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Open Source ist aber mehr als nur eine Lizenz

Open Source ist nur zunächst ein bestimmter Typ einer Software-Lizenz. Darüber hinaus hat die Art und Weise, wie Open Source-Software weitergegeben werden kann, zu einer völlig neuartigen Art der verteilten Software-Entwicklung geführt. Da der Quellcode nicht mehr im Unternehmen unter Verschluss gehalten werden muss, können sich alle Parteien, die an einer bestimmten Software interessiert sind, zu einer weltweiten Community zusammenschließen.

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Die Kommunikation findet dabei über E-Mail in Foren statt, und die Bearbeitung der Software erfolgt durch Bereitstellung sogenannter Patches. Dies sind strukturierte Anweisungen, welche Zeilen in welchem Quellcode hinzugefügt, verändert bzw. entfernt werden sollen. Die Verwaltung der Patche und deren fallweise Integration in Software-Releases erfolgt über das Internet mit neuartigen Versionsverwaltungssystemen, die speziell für diese verteilte Entwicklung geschrieben wurden.

Communities können mehrere tausend Teilnehmer haben und bestehen nicht nur aus Software-Entwicklern, sondern auch aus Testern und Anwendern. In der Regel sind die Software-Entwickler bei Unternehmen angestellt, die sich für das jeweilige Projekt entschieden haben und durch die Freistellung von Mitarbeitern sicherstellen wollen, dass die Software aktuelle und zukünftige Anforderungen des Unternehmens erfüllt.

Das Open Source-Prinzip hat die Welt verändert

Das auf dem Viel-Augen-Prinzip beruhende Verfahren von verteilter Entwicklung hat zu einer Revolution des Software-Engineerings geführt und Software-Projekte mit bisher nicht bekannter Qualität hervorgebracht. Will man daran teilhaben, muss bei der Entscheidungsfindung für ein neues Software-Projekt zunächst gefragt werden, ob differenzierendes, d.h. für die Alleinstellung des Produkts wichtiges Know-how, enthalten ist.

Ist dies nicht der Fall, sollte man versuchen, eine geeignete Open Source-Software zu finden oder, wenn nicht verfügbar, ein solches Projekt gründen. Anderenfalls muss der Personenkreis der Mitarbeiter kontrolliert werden – aber auch bei einer solchen lokalen Projektgruppe sollte unbedingt das verteilte Verfahren der Open Source-Entwicklung eingesetzt und die Verwaltung mit den für die Open Source-Community entwickelten Tools erfolgen.

Ja, man muss wissen, was Open Source ist; denn von Open Source lernen heißt siegen lernen!

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