Können Bits haften?

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Datenschutz nicht vergessen!

In Sachen Compliance hat die Blockchain-Technologie paradoxerweise die Nase vor. Obwohl Transaktionen theoretisch bis in alle Ewigkeit öffentlich in Bits gemeißelt sind, bietet kaum eine Anwendung eine so hohe Privatsphäre. So werden alle Prozesse anonymisiert und verschlüsselt.

Doch es obliegt der Verantwortung eines jeden Nutzers, die Verknüpfung zwischen seinen öffentlichen Schlüsseln und seiner eigenen Identität geheim zu halten.

Sobald ein Schlüssel einer bestimmten Person zuordenbar wird, ist dessen gesamter Transaktionsverlauf der vergangenen Jahre (!) für alle sichtbar. Ein vorsichtiger und überlegter Umgang mit den eigenen öffentlichen Schlüsseln ist deshalb von allerhöchster Wichtigkeit.

Tipps und Informationen zum Datenschutz und zur Datensicherheit im Internet finden Sie auf www.datenschutz.org. Hinweise und mögliche Maßnahmen zum datenarmen Umgang mit dem Netz erhalten Sie auf der kostenlosen Ratgeberseite ebenfalls.

Fazit

Zwischen digitaler Zukunft und gesetzlicher Implementierung besteht eine große Grauzone. In Zeiten, in denen das Internet mitunter noch als Neuland gilt, erfordert die Aufnahme der Blockchain-Technologie in nationale und internationale Gesetzestexte vor allem eines: Zeit.

Die komplette Umsetzung des Prinzips „Code is law“ liegt somit – wenn überhaupt – in ferner Zukunft. Für Nutzer der sich rasant entwickelnden Technik bedeutet dies: Schätzen Sie das Risiko möglichst gut ein und verzichten Sie gegebenenfalls auf dubios erscheinende Transaktionen.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf unserem Schwesterportal Datacenter-Insider.de.

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