Cyber-physikalische Systeme

Entwicklungsbeschleuniger: Zeit als neue Währung (Teil 2)

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Einfach nutzbare Singleboard-Computer

Bild 3: LabVIEW programmierbares «System-on-Module» (SOM) mit Echtzeit-Linux auf Multicore ARM-Cortex-A9 und FPGA. Low-Level-Treiber werden mit Eclipse entwickelt und in LabVIEW eingebunden. Die Administration erfolgt z.B. über die SSH (Secure Shell).(Bild:  Schmid Elektronik)
Bild 3: LabVIEW programmierbares «System-on-Module» (SOM) mit Echtzeit-Linux auf Multicore ARM-Cortex-A9 und FPGA. Low-Level-Treiber werden mit Eclipse entwickelt und in LabVIEW eingebunden. Die Administration erfolgt z.B. über die SSH (Secure Shell).
(Bild: Schmid Elektronik)

Der Vorteil von Singleboard-Computern (SBC's) liegt auf der Hand: sie sind sofort betriebsbereit! Die Applikationsentwicklung kann ohne weitere Vorarbeit beginnen. Das macht SBC's interessant für Machbarkeitsstudien, Rapid Prototyping und Kleinserien. Die CPU-Leistungsklassen skalieren vom 500 MHz Fixed-Point-DSP bis zum 667 MHz Floating-Point-Dual-Core-ARM9 mit FPGA auf Formfaktoren vom Hutschienen- über das PC-104- bis zum Europaformat (Bild 1, rechts).

Die Hardware bietet alles, was smarte Embedded-Systeme heute verlangen: vom Analog- und Digital-I/O über Standard-Kommunikationskanäle und Embedded-Filesystemen bis zum Multi-Touch-TFT. In LabVIEW steht für jede Hardwarefunktion ein Virtuelles Instrument (VI=Funktionsblock/Treiber) zur Verfügung.

Ein Mix aus einem Standardmodul, das in ein kundenspezifisches Baseboard eingesteckt wird, kombiniert die Vorteile vom Singleboard-Computer mit Kompletthardware. Die Komplexität der Baseboards ist deutlich geringer als bei Mikroprozessor-Kompletthardware, denn die kritischen Schaltungsteile um CPU und Memory sind schon auf dem Einsteckmodul realisiert. Außerdem ersetzen die Hersteller im Prozessorbereich abgekündigte Bauteile nach Form-Fit-Function.

Von der Funktionalität her bietet der Zweiplatinenansatz Ähnliches wie bei Singleboard-Computern, lässt sich im Vergleich aber beliebig erweitern. Der Vorteil dabei ist ein nahtloses Anpassen von Hardware in Form und Funktion an jede beliebige Aufgabenstellung. Außerdem müssen zu Beginn der Entwicklung, beispielsweise beim Rapid Prototyping, noch nicht alle Anforderungen in Stein gemeißelt sein, denn Baseboards lassen sich schnell ändern. Diese Flexibilität hat jedoch auch ihren Preis: im Vergleich zum Singleboard-Computer muss beim Zweiplatinenansatz immer zuerst Hardware in Form eines Baseboards entwickelt werden. Je nach Anforderung wählt der Designer ein Briefmarken-Coremodul, ein Scheckkarten-COM oder ein SOM (Bild 3).

Sind nach dem Prototyping alle Anforderungen bekannt, lassen sich die Einsteckmodule mit dem Baseboard verbinden. Das Ergebnis ist ein kundenspezifisches, komplett integriertes Mikroprozessorboard (Bild 2), das in mittleren und großen Stückzahlen zu üblichen Bestückpreisen hergestellt werden kann. Seine spezifische LabVIEW-Hardware kann der Kunde bei Schmid Elektronik entwickeln, produzieren und testen lassen oder dies in Lizenz selber tun.

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