Nicht selten sind Daten die wertvollste Ressource eines Unternehmens – manchmal sind sie sogar wertvoller als das Unternehmen selbst. Doch wenn diese Daten ungenau sind oder aufgrund von Bereitstellungsproblemen zu spät verfügbar sind, kann das Unternehmen sie nicht nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Der Autor: Douglas McDowell ist VP Portfolio Management, Strategic Alliances and ProductOps bei SolarWinds
(Bild: SolarWinds)
Es ist nicht einfach, sich einen soliden Überblick über die Daten-Assets eines Unternehmens zu verschaffen. Umgebungen sind komplex und ständig im Wandel. Außerdem sind das Verfolgen der Datenherkunft, das Analysieren ihrer Abhängigkeiten und das Aktualisieren der Dokumentation ressourcenintensive Aufgaben.
Hier kommt DataOps ins Spiel. Bei DataOps – nicht zu verwechseln mit DevOps – handelte es sich anfangs um eine Reihe von Best Practices für die Datenanalyse. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine eigenständige Praxis. Das Versprechen: DataOps beschleunigt den Datenlebenszyklus von der Entwicklung datenorientierter Anwendungen bis hin zur Bereitstellung präziser geschäftskritischer Informationen an Endnutzer und Kunden.
DataOps ist entstanden, weil der Datenbestand in den meisten Unternehmen ineffizient organisiert war: Es gab viele verschiedene IT-Silos, die gar nicht oder nicht effektiv miteinander kommunizierten. Tools, die für bestimmte Aufgaben des einen Teams entwickelt worden waren, hinderten ein anderes Team daran, transparente Einblicke in die Daten zu erhalten. Die Integration von Datenquellen erfolgte planlos, manuell und oft auf problematische Weise. Das traurige Ergebnis: Die Qualität und der Wert der an die Endnutzer gelieferten Informationen blieben hinter den Erwartungen zurück.
DataOps ist die Lösung für dieses Problem, doch manche Führungskräfte befürchten, dass es nicht hält, was es verspricht, und sie am Ende Zeit und Geld verschwenden. DataOps wirkt wie ein hohes Risiko, das bestehende Prozesse aus dem Gleichgewicht bringt. Wiegen die Vorteile die Unannehmlichkeiten auf, die beim Einführen des neuen Prozesses entstehen? Erinnern wir uns an die Rule of Ten: Es kostet zehnmal so viel, eine Aufgabe mit fehlerhaften Daten zu erledigen statt mit guten Informationen. Dieses Argument reicht bereits aus, um aufzuzeigen, dass DataOps unverzichtbar und definitiv den Aufwand wert ist.
Mit drei „Must-haves“ den Grundstein für effektives DataOps legen
Allgemein gesagt verbessert DataOps die Kommunikation zwischen Daten-Stakeholdern. Es befreit Unternehmen von ihren wachsenden Datensilos. DataOps ist nicht neu und erst recht kein nerviges Modephänomen: Viele agile Unternehmen praktizieren DataOps bereits, auch wenn sie den Begriff möglicherweise nicht kennen oder verwenden. DataOps kann eine transformative Wirkung haben, doch um damit Erfolge zu erzielen, sollten Unternehmen einige Grundsätze beachten.
1. Sich zu Observability verpflichten
Observability ist für den gesamten DataOps-Prozess von grundlegender Bedeutung. Sie bietet Unternehmen einen Überblick über ihre CI/CD-Pipelines. Ohne Observability kann ein Unternehmen nicht auf sichere Weise Automatisierungen oder Continuous Delivery einsetzen.
In einer qualifizierten DevOps-Umgebung muss Observability für jedes Teammitglied zugänglich sein. Die Verpflichtung zur Observability erhöht ihre Priorität in der Datenpipeline: Man überwacht und optimiert, bevor etwas in die Produktion geht. Das gilt bereits für die ersten Schritte beim Entwerfen der Datenbank. Außerdem betrachtet man auch seine nicht produktiven Systeme sowie alle, die diese Daten verwenden. So sieht man, wie gut Anwendungen mit den Daten interagieren, bevor die Datenbank in Produktion geht.
Mit Monitoring-Tools ist man besser informiert und führt mehr Diagnosen durch. Die Empfehlungen werden besser und man behebt Fehler, bevor sie sich verfestigen und größer werden. Außerdem bietet das Monitoring Kontextinformationen für Datenexperten. Mit dem Daten-Monitoring als Bestandteil von Observability können Datenexperten sicherstellen, dass der Betrieb läuft wie erwartet.
2. Ein Mapping des Datenbestands erstellen
Man sollte den eigenen Bestand genau kennen: Wo befinden sich die Daten und was ist ihre Herkunft? Anschließend sollte man eine Auswirkungsanalyse durchführen, um zu wissen, wo die Daten herkommen und wohin sie gehen. Das Mapping des Datenbestands entspricht einer Art Schlachtplan. Es hilft dem Unternehmen, seine Ziele zu identifizieren und zu priorisieren, etwa das Ziel, die Kundenbindung zu stärken oder den eigenen Marktanteil zu erhöhen. Indem man die Ziele ausformuliert und den Bestand an verfügbaren Tools überblickt, erfährt man genauer, welche Legacy-Systeme nicht mehr nützlich sind und welche Funktionen man erwerben muss.
3. Tests automatisieren
Effektive Tests erfordern eine Automatisierung. Außerdem müssen sie kontinuierlich mit den neuesten Daten durchgeführt werden. Neue Daten sind unbeständig. Doch indem man sicherstellt, dass das System so stabil ist wie nur möglich, indem man es mit den unbeständigsten Daten testet, über die man verfügt und indem man das System schnellstmöglich an seine Grenzen bringt, kann man verhindern, dass man etwas in die Produktion gibt, das noch nicht ausgereift ist, und man dann möglicherweise vor einer bösen Überraschung steht. Egal ob mit einem Produkt von Drittanbietern oder ob man eigene Skripts selbst schreibt, sollte man Belastungstests durchführen, während die Daten die CI/CD-Pipeline durchlaufen. Ziel ist es zu verstehen, was man hat, bevor man es tatsächlich verwendet.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Fazit
DataOps ist unverzichtbar, um zum Data Business zu werden. Es ist das Fundament der Datentransformation. Mit diesen drei Grundbausteinen lässt sich herausfinden, worüber man bereits verfügt und was man noch benötigen, um die nächste Ebene zu erreichen.