Suchen

Echtzeit

Best Practices zur Lösung von Timing-Problemen

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Vergleiche System und Messung

Dieses Pattern benutzt und kombiniert die beiden vorhergehenden Patterns. Wichtig ist, dass prüfbare Anforderungen existieren, und Timing-Anforderungen mit größerer Komplexität auf einfache und prüfbare Timing-Anforderungen zurückgeführt werden können.

Nutzung einer Timing-Simulation zur Prognose

Simulationen, insbesondere im Bereich Scheduling, welches die originäre Timing-Ebene darstellt, können zur Vorabschätzung verschiedener Fragestellung verwendet werden. Dazu zählen insbesondere Fragestellungen des Typs „Was wäre wenn …?“, wie z.B.

Bildergalerie

  • Weitere Softwareanteile müssen/sollen integriert werden
  • Veränderungen im Mapping (z.B. Verschieben von Softwareteilen in andere Zeitraster, insbesondere zur Optimierung)
  • Robustheit gegen Laufzeitüberschreitungen einzelner Software-Teile
  • Grobabschätzung der benötigten Steigerung der Rechenleistung

Interessant bei diesem Pattern ist, dass bei systematischer Modell-Erfassung dieser Schritt leicht umsetzbar ist.

Problemverständnis

Verstehe das Problem und stelle die richtigen Fragen in der richtigen Granularität. Hierzu sind die involvierten Stakeholder im Projekt durch passende Weiterbildungen zu schulen. Bei den Schulungen ist speziell darauf hinzuweisen, dass es unterschiedliche Sichten auf das Timing gibt (funktionale Sicht, Software, Architektur und Schedule-Sicht) mit teilweise unterschiedlicher Terminologie [3].

Weiterhin ist es zwingend notwendig, Timing-Experten im Unternehmen zu etablieren, die in komplizierten Projekten die Rolle eines „Dolmetschers“ zwischen den real unterschiedlichen Sichten wahrnehmen.

Schulungen

Ein wichtiger Pattern-Baustein stellen entsprechende Schulungen da. Sie vermitteln das notwendige Wissen, die notwendigen Fähigkeiten sowie das Handwerkzeug um die genannten erfolgreich Pattern anzuwenden. Timing-Schulungen sollten folgende Fragen behandeln:

  • Was ist die „richtige“ Granularität der Modellierung?
  • Wie kann ich mein System vermessen?
  • Worauf muss ich als Dolmetscher achten?
  • Unterschied zwischen Konzepte versus Mechanismen!
  • Timing als querschneidender Aspekt und die Notwendigkeit mit unterschiedlichen Sichten zu arbeiten!

Keep it simple

Das ist ein häufig unterschätztes Pattern. Als Daumenregel gilt: „Alles, was man nicht wirklich schnell erklären kann, ist nicht einfach.“ In unserem Kontext bedeutet „wirklich, dass sichergestellt ist, dass eine Erklärung auch vollständig verstanden wird, also was es ist und was es nicht ist. Den Autoren ist klar, dass die Fahrzeugsysteme komplex sind. Trotzdem muss beachtet werden, dass Komplexität ein Problem insgesamt ist und dass es sich auch lohnt, einfachere Systeme zu bauen.

Wichtig ist auch, dass was möglicherweise für einen Stakeholder eine einfache Lösung darstellt, für andere Stakeholder zu extrem komplizierten Lösungen führt.

(ID:44195929)