Anbieter zum Thema
Ein praktisches Beispiel
Ein privater Verkauf wird als Live-Vertrag digitalisiert. Während des Verkaufs muss die Organisation KYC (know your customer) durchführen, indem sie den Kunden identifiziert und eine Risikobewertung vornimmt. Um dieser Pflicht nachzukommen, muss der Kunde eine staatliche Ausgabe-ID sowie andere persönliche Daten angeben.
Im ersten Schritt des Verfahrens wird der Benutzer aufgefordert, persönliche Daten anzugeben und seine ID hochzuladen. Die Anwendung packt diese in einen Umschlag und erzeugt einen Hash. Der Umschlag mit den persönlichen Daten wird zur Speicherung an den Knoten geschickt. Der Kunde signalisiert, dass er die Aktion ausgeführt hat, indem er der Blockkette ein Ereignis hinzufügt. Der Hash wird ebenfalls dem Ereignis hinzugefügt.
Da alle möglichen Zustände und Aktionen bekannt sind, kann der Kunde vorab die genaue Situation und den Zweck genehmigen, den die Organisation benötigt, um Zugriff auf die Daten zu erhalten. Er kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen oder die Daten löschen.
Im weiteren Verlauf des Verfahrens wird ein Zustand erreicht, in dem KYC fortgesetzt werden muss. Die Organisation gibt an, dass sie diese Aktion durchführen möchte. Dazu werden die vom Kunden im ersten Schritt eingegebenen Daten benötigt. Der Knoten der Organisation generiert eine Datenanfrage, die den Grund für den Datenbedarf, die Identität des Prozessors, die Zeit für die Verarbeitung usw. enthält. Die Annahme dieser Anfrage bildet automatisch einen gültigen Datenverarbeitungsvertrag.
Entspricht der Antrag einer zuvor genehmigten Bedingung, erhält die Organisation eine Kopie des Umschlags mit den persönlichen Daten. Sobald die KYC-Aktion ausgeführt wird, fügt sie ein Ereignis zur Blockkette hinzu, das anzeigt, dass der Kunde genehmigt wurde. Danach löscht der Organisationsknoten automatisch alle Spuren der persönlichen Daten.
Falls die Erlaubnis zurückgezogen wurde oder die Daten vor der KYC entfernt wurden, erhält die Organisation keine Kopie der Daten. Das schadet nicht der Integrität der Blockkette. Die Organisation kann die Teilnahme des Kunden einfach verweigern und den Prozess beenden. Beim Replay der Blockkette ist es nicht notwendig, eine Kopie der persönlichen Daten zu besitzen. Die Organisation kann bestätigen, dass sie KYC wegen des Genehmigungsereignisses auf der Blockkette mit ihrer Unterschrift durchgeführt hat.
Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Industry-of-things.de.
Die Blockchain schickt Geschäftsmodelle auf den Prüfstand
(ID:45328268)