Best Practices der toolgestützten Embedded-GUI-Entwicklung

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Design und Interaktion

  • Gute Software zu entwickeln ist eine Kunst für sich und Kunst kommt bekanntlich vom Können. Und selbstverständlich ist gutes Design auch eine Kunst für sich. Nun gibt es mit Sicherheit auch gute Software-Entwickler, die etwas von gutem Design verstehen - aber das ist eher die Ausnahme. Demzufolge sehen UIs, die von guten Software Entwicklern angefertigt werden, eher wie technische Schalttafeln aus - denn gutes Design können andere möglicherweise besser.
  • Gutes Design zeichnet sich nicht durch “schön” oder “ansprechend” aus. Viel wichtiger ist nämlich die gute Bedienbarkeit, die Usability. Jeder kennt den Begriff. Usability ist wichtig, um die Bedienung sicher, d.h. gefahrenfrei, dazu effizient und somit produktivitätssteigernd aber auch einfach, um die Einarbeitungszeit zu verkürzen, zu machen.
  • Hat man einen guten Look gefunden, bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig, dass das Feel auch gut ist. Die Übergänge der einzelnen Ansichten - die Animationen - müssen ebenfalls konzipiert, implementiert und auf Performanz getestet werden. Und erst die Kombination aus gutem Design, Usability und einer flüssigen Bedienung ermöglichen ein gutes Nutzererlebnis.
  • Schließlich möchte das Management, der Vertrieb oder die Marketingabteilung schon während der Entwicklung frühzeitig ein Gefühl vom fertigen Endprodukt bekommen. Doch wie können Nicht-Entwickler sich schnell einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand verschaffen, ohne dass erneut, zum Teil kostspielige Vorab-Prototypen aus dem Boden gestampft werden müssen?

Analog zum Software-Entwurf sollte auch beim Entwurf der graphischen Einheiten und Interaktionen, also dem User Experience Design, in Komponenten gedacht werden. Nur so kann eine Verzahnung beider, oftmals paralleler, Entwicklungen erfolgen. Altbekannte Entwicklungsmodelle wie das Wasserfall- oder das V-Modell könnten hierbei grundsätzlich auch zur Anwendung kommen, allerdings würde dann die Verzahnung in zu späten Stadien erfolgen.

Von daher wird empfohlen, agile Entwicklungsmodelle, wie Scrum oder Kanban, sowohl für das Design- als auch das Software-Projekt einzusetzen. Dadurch ist es möglich, schnellere Iterationen mit öfteren Feedback-Schleifen zwischen Designern, Software-Entwicklern und Produktverantwortlichen zu etablieren. Demzufolge sollte das verwendete GUI-Tool auch diese Entwicklungsmethoden unterstützen.

Zum Beispiel könnte das das Bereitstellen des resultierenden GUIs ohne Abhängigkeiten zur Zielplattform, aus dem aktuellen Stand der Software, bedeuten. Dies kann in Form einer PC oder Mac-Anwendung sein oder als im Browser lauffähige Version.

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