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Wie Microsoft den Mittelstand im IoT unterstützen will

Redakteur: Franz Graser

Seit einem Jahr ist Alexander Britz Senior Director für den Bereich des Internets der Dinge. Am 13. September eröffnet er als Keynote-Speaker den kombinierten IoT- und Smart-Home-Kongress (www.iot-kongress.de, www.smarthome-kongress.de) der ELEKTRONIKPRAXIS in München. Franz Graser diskutiert mit ihm das Potenzial des IoT in Deutschland.

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(Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0 )

Herr Britz, wie gehen Sie bei Microsoft das Internet der Dinge an?

Das Thema „Internet of Things/Industrie 4.0“ ist in Deutschland immer ganz spannend. Ein Anliegen von uns ist, dass wir die beiden Begriffe nicht gleichsetzen. Denn ich glaube, Internet of Things ist wesentlich mehr als Industrie 4.0. Industrie 4.0 als Fertigungsindustrie wird als Thema auch schon länger in der deutschen Wirtschaft genutzt.

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Internet of Things ist sicherlich der Oberbegriff und bietet noch wesentlich mehr Chancen. Das „wesentlich mehr“ ist sicherlich nicht nur die technische Komponente, sondern (und da werden Sie sicherlich schon das eine oder andere bei Microsoft gesehen haben und auch in Zukunft wesentlich mehr sehen) das Thema der digitalen Transformation in den Unternehmen.

Neue Geschäftsmodelle – was bedeutet das? Nicht nur, dass wir jetzt Geräte vernetzen und dass die miteinander sprechen, sondern, dass daraus auch ganz neue Möglichkeiten erwachsen. Das ist der wirklich spannende Bereich, dem wir uns auch noch mehr verschreiben.

Wenn man den Begriff IoT zerlegt, gibt es einmal das Internet und zum zweiten die Dinge, die Things. Da war Microsoft ja auch der Zeit schon ein bisschen voraus – es gab diese intelligenten Uhren mit .NET mobile, diese kleinen mobilen Geräte. Wie hat sich denn Microsofts Herangehensweise an diese Dinge verändert?

Es gibt natürlich mittlerweile wesentlich mehr Dinge, und das in allen Bereichen. Das zweite: Wenn Sie sich die Microsoft-Historie ansehen, dann würde ich behaupten, dass das Internet der Dinge ganz tief in der DNA des Unternehmens steckt, auch wenn wir es früher vielleicht nicht so genannt haben.

Microsoft ist ja schon ganz, ganz lange im Embedded-Bereich unterwegs. Wir haben das damals nicht IoT genannt; und einiges, das seit einer gewissen Zeit als neu vermarktet wird, das machen wir schon seit Ewigkeiten. Dinge miteinander vernetzen, darunter auch kleinere Dinge, im Embedded-Bereich genauso wie im industriellen Bereich: Wenn wir uns das ansehen, Maschinensteuerungen, Medizintechnik, wie lange laufen die schon mit Windows Embedded?

Neue Möglichkeiten durch Cloud-Techniken

Was jetzt neu ist, sind die Möglichkeiten, die wir durch Cloud-Techniken haben, die uns mittlerweile im Bereich der analytischen Fähigkeiten, im Bereich Predictive zusätzliche Intelligenz hineinbringen. Und jetzt sind wir auch an der Schnittstelle, um die Künstliche Intelligenz in die Masse zu bringen. Künstliche Intelligenz ist etwas, mit dem wir uns auch schon lange beschäftigen.

Aber das war noch eine Sache der Forscher und der Universitäten. Und heute können Sie die Cognitive Services standardmäßig auf unserer Webseite nutzen. Das ist das wirklich Neue, was jetzt im Bereich Internet of Things da ist – die Möglichkeiten, die wir durch die Cloud haben und die wir ganz anders nutzen können, als das vorher der Fall war.

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