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Application Lifecycle Management

PTC: „Wir müssen ganz tief in das Thema Software eintauchen“

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Integration mit Electronic-CAD-Werkzeugen

Spielt Electronic CAD für Sie eine Rolle?

Wir haben natürlich Integrationen zu Mentor Graphics, Zuken und Cadence und anderen Tool-Herstellern aus dem ECAD-Umfeld, um sie in die physikalische Welt von PLM zu integrieren. Das bedeutet Schemata, Layouts und Stücklisten, Netzlisten und dergleichen zu verwalten. Wir verfügen über umfangreiche Fähigkeiten zur Visualisierung, um 3-D-Ansichten der Boards zu erzeugen.

Aber wenn man Software entwickelt, entwickelt man für ein ganz spezifisches Ziel. Elektroniker und Softwareentwickler brauchen einen ganz engen Kontakt.

Ja. Man muss sicherstellen, dass Änderungen über unterschiedliche Engineering-Disziplinen orchestriert werden, Wenn es also beim Prozessortyp oder der Speicher-Architektur Änderungen gibt und sich die Speicher-Ressourcen für eine bestimmte Komponente verkleinern, dann muss das über verschiedene Engineering-Disziplinen sichtbar sein.

In der Automobilindustrie haben wir es ja mit einer verteilten Architektur mit vielen unterschiedlichen CPUs zu tun. Und unsere Kunden versuchen nicht nur zu verstehen, wie man Software für eine bestimmte Architektur schreibt, sondern auch, wie man die Softwarekomponenten am besten verteilt. Daraus entsteht eine ganze Reihe von Problemen. Man braucht also ein Disziplin-übergreifendes Änderungsmanagement für Elektronik und Software. Das gilt aber auch für die mechanische Hardware.

Es ist noch nicht lange her, da entschieden selbst bei Premium-Automarken die Einkäufer kurz vor der Markteinführung, einen anderen Prozessor als im Prototyp zu beschaffen, nur weil er billiger war.Die Folgen für die Softwareentwickler kann man sich ausmalen.

Das lässt sich durch genaue Vorgaben im Anforderungsmanagement und im Requirements Engineering lösen. Wenn eine Spezifikation eher locker ist, kann es schon passieren, dass im Einkauf eine sehr späte Entscheidung getroffen wird.

Aber wenn wenn das Anforderungsmanagement auch die Beschaffung einschließt und den Lieferanten einbezieht, dann wird auch das ein immer kollaborativerer Vorgang. Dann passiert es hoffentlich nicht mehr, dass irgendein Erbsenzähler eine einsame Entscheidung trifft. Wir sehen heute, dass die Beschaffungsleute, die mit dem Einkauf strategischer Komponenten betraut sind, sehr viel früher im Prozess hinzugezogen werden. Sie sind Teil des Engineering-Teams und verstehen die Ingenieure. Sie bleiben nicht mehr in der Einkaufsabteilung und versuchen nicht mehr, unabhängig von den Entwicklern die besten Deals auszuhandeln.

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