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„Projekt Turing“ – Initiative für KI und Machine Learning in der Software-Entwicklung

| Redakteur: Stephan Augsten

Paulo Rosado, CEO OutSystems
Paulo Rosado, CEO OutSystems (Bild: OutSystems)

Mit dem „Projekt Turing“ hat OutSystems eine Initiative für moderne Software-Entwicklung ins Leben gerufen. Künstliche Intelligenz und Machine Learning sind dabei die Ansätze, die der Low-Code-Spezialist in einem eigens dafür errichteten Forschungslabor untersucht.

Der Informatiker und Kryptoanalytiker Alan Turing hat die Informationstechnik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Noch heute ist der Turing-Test ein Maßstab für die Denkfähigkeit von Rechenmaschinen und somit die theoretische Grundlage für Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML).

Der Schluss, ein Projekt zur Erforschung von KI- und ML-gestützter Software-Entwicklung als „Project Turing“ zu bezeichnen, liegt nahe. In einem neuen Kompetenzzentrum in Lissabon untersucht OutSystems, wie die beiden Ansätze die Welt der Software-Entwicklung innerhalb des nächsten Jahrzehnts verändern können.

KI hat laut Paulo Rosado, CEO von OutSystems, das Potenzial, den gesamten Softwarelebenszyklus zu transformieren: „Dabei können KI-Assistenten nicht nur bei der Modellierung neuer Anwendungen mit der richtigen Architektur und den richtigen User Experiences helfen, sie können Unternehmen auch bei der Analyse des Geschäftswerts einer Software und ihrer Auswirkungen auf das Unternehmen unterstützen.“ Zunächst wird sich das neue OutSystems Center of Excellence auf drei große Projekte konzentrieren:

  • 1. Die Entwicklung neuer KI-Assistenten zur Beschleunigung der App-Entwicklung. Dabei kommen Best-Practice-Pattern, Komponenten und Widgets während des Anwendungsdesigns zum Einsatz, welche die Arbeit der Entwickler effizienter machen und zu einem neuen Paradigma fürs Pair Programming werden sollen.
  • 2. Durch neue, KI-basierte Analysatoren will OutSystems zudem die Wartungskosten für Anwendungen senken. Im Rahmen struktureller Analysen ließen sich demnach Probleme vorhersagen und Nutzungsmuster in Echtzeit überwachen, um Empfehlungen zur Verbesserung und Refaktorierung von Anwendungen zu geben.
  • 3. Die Entwicklung KI-basierter Systeme, die automatisch Empfehlungen für die Features neuer Anwendungen geben. Basis hierfür sind Big-Data-Analysen, die um Fehlerberichte, Kunden-Feedback, Akzeptanzraten und Geschäftsmetriken ergänzt werden.

Der Low-Code-Spezialist möchte 20 Prozent seines gesamten Forschungs- und Entwicklungsbudgets für das Project Turing aufwenden und will Branchenexperten, Technologievorreiter und Universitäten mit ins Boot holen. Das OutSystems Center of Excellence ist am 19. Februar 2018 gestartet, dem 72. Jahrestag des ersten detaillierten Vorschlags von Alan Turing für einen Stored-Program-Computer.

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