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Entwicklungsplattformen Oracle hält Java grundsätzlich für sicher

Redakteur: Franz Graser

Die Softwareplattform Java ist in den vergangenen Monaten mehrfach Ziel von Attacken gewesen. Dies führte zu Diskussionen über die grundsätzliche Sicherheit von Java. Nun sagt Oracle: Im Prinzip hat Java keine Sicherheitsprobleme.

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Das Java-Logo mit der Kaffeetasse. Die Java-Plattform war in den letzten Monaten häufig Ziel von Attacken. Jetzt sagt Oracle: Im Prinzip ist alles in Ordnung.
Das Java-Logo mit der Kaffeetasse. Die Java-Plattform war in den letzten Monaten häufig Ziel von Attacken. Jetzt sagt Oracle: Im Prinzip ist alles in Ordnung.
(Bild: Sun/Oracle)

Die Softwareplattform Java ist in den vergangenen Monaten mehrfach Ziel von Attacken gewesen. Dies führte zu Diskussionen über die grundsätzliche Sicherheit von Java. Nun sagt Oracle: Im Prinzip hat Java keine Sicherheitsprobleme.

Vergangene Woche ist Oracle der Heterogeneous Systems Architecture Foundation (HSA) beigetreten. Diese Gruppe wurde von Unternehmen wie AMD, ARM, Imagination Technologies, MediaTek und Texas Instruments gegründet und widmet sich der Frage, wie in Zukunft Systeme aus heterogenen Geräten besser programmiert werden.

Diese Frage ist bedeutsam für das Internet der Dinge, das ja per definitionem aus heterogenen Geräten besteht. Oracle hofft, dass Java eine bedeutende Rolle in dieser heterogenen Welt spielen kann. Bereits Ende der neunziger Jahre hatte Sun Microsystems mit Jini eine Java-basierte Technik vorgestellt, die die Kommunikation unterschiedlichster Geräte in einem Netzwerk ermöglichen sollte und als Vorläufer heutiger Internet-of-Things-Konzepte gelten darf.

Die jüngsten Angriffe auf die Java-Infrastruktur haben das Vertrauen in die Plattform allerdings erschüttert. Zeitweilig rieten Organisationen wie das US-CERT oder Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Anwendern sogar, den Verzicht auf Java auf dem PC in Erwägung zu ziehen.

Oracle hält dagegen. Laut dem Ellison-Konzern sei von den Hacker-Angriffen nur das Java-Plugin für Internet-Browser betroffen. Die Implementierung an sich sei dagegen sicher. „Man muss die Anwendungsfälle getrennt betrachten“, sagte Henrik Stahl, Oracles Vice President of Product Management, in einem Interview mit dem Online-Dienst VR-Zone: „Java umfasst alles von intelligenten Fahrzeugen bis hin zu Servern. Der einzige Bereich, dessen Sicherheit wirklich kompromittiert wurde, ist der Browser-Client auf Desktop-Rechnern.“ //FG

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