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Softwaremodellierung

Neuer Ansatz für die Versionierung von Modellen

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Zur Veranschaulichung ein Beispiel aus der Praxis: Zwei Entwickler holen sich den aktuellen Stand des Modells aus dem Konfigurationsmanagement und beginnen daran zu arbeiten. Beim Zurückspielen einer neuen Version startet automatisch die Modellzusammenführung. Gibt es keine Konflikte, so läuft der Vorgang im Hintergrund ab. Im Fall von Konflikten erhält der Benutzer eine Meldung und kann sie manuell auflösen. Dann werden die Änderungen zusammengeführt. Es entsteht eine konsolidierte, neue Version.

Screenshot: Der LieberLieber Model Versioner vergleicht und visualisiert parallele Änderungen.
Screenshot: Der LieberLieber Model Versioner vergleicht und visualisiert parallele Änderungen.
(Bild: LieberLieber Software)

Der Screenshot zeigt die Benutzeroberfläche des Model Versioner. Die veränderten Teile der Modelle werden im oberen Teil als Baumstruktur dargestellt. Man sieht die beiden Versionen und eine Vorschau auf das Modell, das nach dem Zusammenführen entsteht. Der Benutzer kann bei Bedarf in die automatische Zusammenführung eingreifen oder einen Konflikt lösen.

Im unteren Teil lässt sich eine Diagrammvorschau einblenden, die grafisch zeigt, was wie geändert wurde. Bei der vollwertigen Integration in ein Konfigurationsmanagement erscheint das Fenster nur, wenn es durch den Benutzer manuell zu lösende Aufgaben gibt, die nicht automatisch konsolidiert werden können.

Fazit: Verteilte Bearbeitung von Modellen ist möglich

Fazit: Die verteilte Bearbeitung von Modellen ist möglich, wenn es Werkzeugunterstützung für das Verzweigen und Zusammenführen von Modellen gibt. Mit der vorgestellten Lösung werden diese Aufgaben auf feingranularer Ebene erledigt. Dabei kann der Anwender Regeln für die die automatische Zusammenführung definieren, die auf Prozesse eines Kunden abgestimmt werden. Selbst die Anzahl der Details, die dem Benutzer angezeigt werden, lässt sich kundenspezifisch einstellen. Damit steht für die modellbasierte Entwicklung ein Werkzeug zur Verfügung, das ein lange eher schlecht gelöstes Infrastrukturproblem adressiert.

* Dr. Oliver Alt, Roman Bretz, Dr. Konrad Wieland arbeiten in leitenden Positionen bei LieberLieber Software in Wien.

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